Caritas-Dorf: Kein Bußgeld für die schnelle Hilfe

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Irschenberg - Weil er ohne die nötige Erlaubnis minderjährige Flüchtlinge untergebracht hat, sollte der Leiter des Caritas-Dorfes Bußgeld zahlen. Das Amtsgericht Miesbach sah die Sache anders:

Im Sommer 2012 nahm das Caritas-Dorf Irschenberg auf Bitten des Jugendamtes Rosenheim vier minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan auf. Da im ganzen Landkreis keine Möglichkeit bestand, die 15-jährigen Jugendlichen unterzubringen, willigte Wolfgang Hodbod, der Leiter des Caritas-Dorfes, ein - mit unschönen Folgen für ihn: die Regierung von Oberbayern verhängte ein Bußgeld in Höhe von 1500 Euro. Die Begründung: Dem Caritas-Dorf fehle die nötige Betriebserlaubnis für die Aufnahme von Flüchtlingen.

Hodbod legte Einspruch ein und hatte Erfolg: Wie das OVB in seiner heutigen Ausgabe schreibt, wurde das Verfahren gegen den Leiter des Caritas-Dorfes vor dem Amtsgericht Miesbach eingestellt, auch das Bußgeld muss damit nicht gezahlt werden. Der Richter begründete diese Entscheidung damit, dass mit Hodbod und Johannes Fischer, dem Leiter des Jugendamtes, zwei tatkräftige Männer am Werk gewesen seien, die im Dienst der Sache gehandelt hätten. Zudem zeigte sich der Richter darüber irritiert, dass ein und derselbe Staat in Form des Jugendamtes eine Unterbringung erbat, in Form der Regierung dafür aber Bußgeld dafür fordere.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie auf ovb-online.de sowie in den OVB-Heimatzeitungen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser