Streit um Jodl-Grab auf der Fraueninsel

Aktionskünstler steht ab heute vor Gericht

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Chiemsee - Er ist als Kriegsverbrecher zum Tod verurteilt worden – trotzdem steht auf der Fraueninsel ein Ehrenkreuz für Alfred Jodl. Der Streit über diesen Gedenkstein geht heute in die nächste Runde.

Der Aktionskünstler Wolfram Kastner muss sich vor dem Landgericht München I verantworten. Er ist auf Unterlassung verklagt worden. Kastner hat des Ehrenkreuz bereits mehrmals mit Schildern versehen, mit roter Farbe beschmiert und Buchstaben abgebrochen. Der Besitzer des Gedenksteins hat eine einstweilige Verfügung erwirkt. Kastner hat Widerspruch eingelegt.

Der Besitzer des Gedenksteins hat sich auf Anfrage der Bayernwelle über seinen Anwalt geäußert. Demnach handelt es sich weder um ein Ehrenkreuz noch um einen Gedenkstein, sondern um ein Grab der Familie Jodl. Darauf ist eben auch der Name Alfred Jodl geschrieben, heißt es in der Stellungnahme. Alfred Jodl war ein führender deutscher Nazi-Offizier. Bei den Nürnberger Prozessen war er zum Tode verurteilt worden. Kastner und andere Mitstreiter kämpfen seit Jahren dafür, das Ehrenkreuz auf der Fraueninsel zu entfernen.

Die Friedensinitiative Traunstein-Traunreut-Trostberg veröffentlichte kürzlich einen offenen Brief, um Kastner zu unterstützen.

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Quelle: chiemgau24.de

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