Nach Eis-Einbrüchen auf Chiem- und Königssee

Müssen die Eingebrochenen die Einsätze selbst bezahlen?

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Prien/Chiemsee/Königssee - Wasserwachten und Rettungsdienste waren am Wochenende in Alarmbereitschaft. Viele Fußgänger auf den zugefrorenen Seen sorgten für Einsätze.

Alarm für Wasserwacht und Rettungsdienst am Samstag: Sowohl am Chiemsee als auch am Königssee waren Personen ins Eis eingebrochen.

Am Sonntag waren erneut viele Spaziergänger auf den Seen zu beobachten, so auch auf dem Chiemsee:

Am Sonntag waren zahlreiche Spaziergänger auf dem Chiemsee unterwegs.

Die Wasserwacht weist noch einmal darauf hin, dass das Betreten der Seen verboten ist. Alle Seen dauerhaft freizugeben und zu bewachen, bedeute einen gewaltigen Aufwand: "Da sind sehr viele Organisationen und Entscheidungsträger involviert, vom Nationalpark über die Wasserwacht bis zur Gemeinde. Diesen Aufwand für alle Gewässer zu betreiben, wäre einfach zu groß." erklärte Christoph Scharf von der Wasserwacht Laufen-Leobendorf gegenüber der Bayernwelle. "Der einzige See, der im Landkreis Berchtesgadener Land doch freigegeben wird, ist der Königssee" - natürlich vorausgesetzt, das Eis ist dick genug, was momentan nicht der Fall ist. Auch der Chiemsee kann bei ausreichender Eisstärke stellenweise freigegeben werden.

Wasserwacht und Rettungsdienst arbeiten parallel

Bei Fällen von Einbrüchen ins Eis sind neben den Wasserwachten auch die Rettungsdienste gefordert. Wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle in Rosenheim gegenüber chiemgau24.de erklärte, seien bei einer Alarmierung Wasserwacht und DLRG für das Vorgehen "auf dem Eis" verantwortlich. Ist die eingebrochene Person gerettet, warten am Ufer in der Regel Rettungsdienst und Notarzt. Sollte es der Fall erfordern, wird die Feuerwehr mit weiterer Spezialausrüstung nachalarmiert.

Wer bei solchen Fällen die Kosten trägt, sei laut dem Sprecher von Fall zu Fall neu zu bewerten. Somit ist unklar, ob die beiden Eingebrochenen die Kosten für die Rettungseinsätze selbst bezahlen müssen. Im Fall des Falles solle man sich mit der Krankenkasse in Verbindung setzen, hieß es von Seiten der Leitstelle. Die Polizei warnte am Wochenende eindringlich davor, die Eisflächen auf den Seen zu betreten. Auch der Sprecher der Integrierten Leitstelle vertrat die Ansicht, dass das Verhalten der Spaziergänger fahrlässig gewesen sei.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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