News-Ticker zur Corona-Pandemie

Coronavirus in Landkreis Traunstein: Ein neuer Fall gemeldet

Oberbayern/Welt - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sechs Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen im News-Ticker:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2844, Traunstein 1315, Berchtesgadener Land 354, Mühldorf 511, Altötting 620
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9122 Todesopfer in Deutschland (2619 in Bayern) 
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 20.20 Uhr - Coronavirus in Landkreis Traunstein: Ein neuer Fall gemeldet

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit vier aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 0,56.


Am Mittwoch ist beim Staatlichen Gesundheitsamt eine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1315 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

 Als genesen gelten mindestens 1223 Personen. 

 In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Update, 19.45 Uhr - Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren - Details zum Testzentrum Kiefersfelden genannt

Pressemitteilung im Wortlaut:

Die ARGE-Bevölkerungsschutz, unter der Federführung des Bayerischen Roten Kreuz, leitet die Teststelle interimsweise bis zum 07.08.2020. In Kooperationen mit den örtlichen Hilfsorganisationen stellt die ARGE rund um die Uhr vorerst zehn Helferinnen und Helfer, welche die Testungen durchführen sollen. 

Zur aktuellen Stunde wird die Teststelle aufgebaut und eingerichtet um ab Donnerstag, den 30.07.2020, um 07:00 Uhr einsatzbereit zu sein. Ab diesem Zeitpunkt ist das Testzentrum für Reiserückkehrer rund um die Uhr besetzt. 

Die mitwirkenden Organisationen der ARGE-Bevölkerungsschutz sind neben dem BRK-Kreisverband Rosenheim, die Ambulanz Rosenheim, die DLRG Bad Aibling, die Johanniter Unfallhilfe Wasserburg, der Malteser Hilfsdienst Rosenheim und das Technische Hilfswerk Rosenheim in enger Abstimmung mit der Bundespolizei Rosenheim.

Pressemitteilung BRK-Kreisverband Rosenheim

Update, 18.45 Uhr - Deutsche Studie zu Corona: Ein Fünftel der Klinikpatienten gestorben

Gut ein Fünftel der Corona-Patienten, die im Frühjahr in deutschen Kliniken aufgenommen wurden, hat laut einer Studie nicht überlebt. Besonders hoch war die Sterblichkeit mit 53 Prozent bei Patienten, die beatmet wurden, wie aus einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido), der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und der Technischen Universität Berlin hervorgeht. Insgesamt lagen der Untersuchung Daten von rund 10 000 Patienten zugrunde, von denen etwa 1700 beatmet wurden. Von den Krankenhauspatienten, die nicht beamtet wurden, starben 16 Prozent.

Die Analyse, die im Fachblatt «The Lancet Respiratory Medicine» erschienen ist, liefert laut Mitteilung der Autoren vom Mittwoch erstmals bundesweite und bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Deutschland. Quelle waren Abrechnungsdaten der Krankenkasse AOK. Diese bildeten knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung ab, hieß es. Die untersuchten Daten betreffen Patienten, die zwischen 26. Februar und 19. April in 920 deutschen Krankenhäusern stationär aufgenommen wurden.

«Die hohen Sterblichkeitsraten machen deutlich, dass in den Kliniken relativ viele Patienten mit einem sehr schweren Krankheitsverlauf behandelt wurden. Diese schweren Verläufe betreffen eher ältere und gesundheitlich bereits beeinträchtigte Menschen, kommen aber auch bei jüngeren Patienten vor», so Wido-Geschäftsführer Jürgen Klauber.

Derzeit sind laut dem Divi-Intensiv-Register noch 258 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, davon wird knapp die Hälfte beatmet (Stand 28. Juli). Insgesamt sind in dem Register mehr als 15 000 abgeschlossene Covid-19-Behandlungen erfasst, ein Viertel dieser Patienten starb.

Update, 15.58 Uhr - Corona-Teststationen bei Kiefersfelden und Walserberg sollen am Donnerstag starten 

Die Corona-Teststationen für Autofahrer an der bayerischen Grenze sowie für Bahnreisende an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sollen an diesem Donnerstag in Betrieb gehen. Geplant sind demnach interimsmäßige Testzentren nahe der Grenzübergängen Kiefersfelden, Walserberg und Pocking an den Rastanlagen Inntal-Ost beziehungsweise Heuberg, Hochfelln-Nord und Donautal-Ost, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Die Ministerien für Inneres und Bau stünden mit Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk und dem Bayerischen Roten Kreuz sowie mit dem Bund und der Deutschen Bahn wegen der Flächen in Kontakt.

Das Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, diese Teststationen zusätzlich zu solchen an Flughäfen einzurichten. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte einen Tag zuvor angekündigt, dort sollten sich nicht nur Menschen aus Bayern testen lassen können. Bislang sind die Tests, die vor allem für heimkehrende Urlauber gedacht sind, freiwillig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass sie verpflichtend, aber kostenfrei werden sollen.

„Aktuell laufen bereits vorläufige Testzentren an den Flughäfen München und Nürnberg“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch. Diese würden weitergeführt bis das Vergabeverfahren für die dauerhafte Einrichtung von Testzentren beendet und der Zuschlag erteilt worden ist. „Mit dem Aufbau des Testzentrums Memmingen wird laut Vergabeverfahren morgen begonnen.“

Update, 13.59 Uhr - Vier neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern vier weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt: Zwei Personen befanden sich bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne und wurden nunmehr Corona-positiv getestet.

Zwei weitere Personen kehrten aus einem Nicht-Risikogebiet zurück, kontaktierten nach Auftreten von Symptomen sofort das Gesundheitsamt und begaben sich umgehend selbstständig in häusliche Quarantäne. Die abgenommenen Abstriche fielen in der Folge positiv aus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 354 (Meldestand: 29.07.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 9,4.

Von den insgesamt 354 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind noch immer 312 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell befinden sich 17 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (vier mehr im Vergleich zum Vortag). 

Update, 12.55 Uhr - Gericht: Versicherung muss nicht für Schließung wegen Corona zahlen

Bei einer Versicherung gegen eine Betriebsschließung besteht kein Deckungsschutz gegen Krankheiten oder Erreger wie Covid-19 oder Corona, wenn diese nicht ausdrücklich vertraglich benannt sind. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem Eilverfahren entschieden und am Mittwoch mitgeteilt. Die Klägerin, Inhaberin einer Gaststätte in Gelsenkirchen, hatte von ihrer Versicherung fast 27.000 Euro eingefordert. Bereits das Landgericht Essen hatte den Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen. Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte diese Sicht jetzt in einem nicht anfechtbaren Beschluss vom 15. Juli (Az.: 20 W 21/20).

Die Aufzählung der versicherten Krankheiten und Krankheitserreger in den vereinbarten Versicherungsbedingungen sei abschließend, teilte das OLG zur Begründung mit. Der Wortlaut „nur die im
Folgenden aufgeführten“ und die anschließende ausführliche Auflistung einer Vielzahl von Krankheiten und Erregern mache dem – für die Auslegung maßgeblichen – durchschnittlichen Versicherungsnehmer deutlich, dass der Versicherer nur für die benannten, vom Versicherer einschätzbaren Risiken einstehen wolle, heißt es in der Begründung des OLG in Hamm.

Update, 11.51 Uhr - 1592 Menschen binnen 24 Stunden: Zahl der täglichen Corona-Todesopfer in Amerika explodiert

Die Zahl der täglich verzeichneten Todesopfer des Coronavirus in den USA ist am Dienstag stark angestiegen. Binnen 24 Stunden wurden 1592 Verstorbene gezählt, wie aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Dies ist die höchste Zahl seit zweieinhalb Monaten. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten im Land liegt inzwischen bei mehr als 149.000. 

Zudem wurden mehr als 60 000 neue Infektionsfälle innerhalb eines Tages gezählt. Dies stellt einen erneuten Anstieg der Infektionsrate dar, nachdem die Ansteckungszahlen in den Vortagen etwas zurückgegangen waren. Insgesamt wurden in den USA laut Johns-Hopkins-Universität bereits fast 4,35 Millionen Coronavirus-Infektionen verzeichnet. Die USA sind sowohl von den Infektions- als auch den Totenzahlen her das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.  

Update, 11.01 Uhr - Forschungsministerin Karliczek: Impfstoff nicht vor Mitte 2021     

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die Bürger dazu aufgerufen, im Umgang mit Corona nicht nachlässig zu werden. „Die Pandemie ist für alle anstrengend. Die Pandemie nervt zum Teil. Die Pandemie kostet Kraft bei vielen Menschen. Aber die Pandemie ist auch für viele Menschen bedrohlich“, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch in Berlin.

Es sei verständlich, dass jeder gerne sein altes Leben wieder aufnehmen würde, aber es brauche weiter Disziplin, wenn man das Erreichte nicht aufs Spiel setzen wolle. Karliczek rief zur Beachtung der Hygienemaßnahmen auf, zum Abstandhalten und zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. „Wir dürfen dem Virus keine Chance geben, sich wieder großflächig zu verbreiten." Hintergrund sind die angestiegenen Infektionszahlen in den vergangenen Tagen.

Mit Blick auf die international laufende Suche nach einem Impfstoff warnte Karliczek erneut vor zu hohen Erwartungen. Rückschläge seien dabei immer möglich. „Wir dürfen an dieser Stelle keine Wunder erwarten. Wir müssen nach wie vor davon ausgehen, dass Impfstoffe für die breite Bevölkerung erst frühestens Mitte nächsten Jahres zur Verfügung stehen.“

Update, 9.56 Uhr - 700 Corona-Infektionen auf Kreuzfahrtschiff gehen auf einen Passagier zurück

Die mehr als 700 Corona-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ gehen einer Studie zufolge höchstwahrscheinlich auf einen einzigen Passagier zurück. Eine genetische Analyse zeige, dass alle Coronaviren dieselbe Mutation aufwiesen, berichtete ein Team des japanischen Instituts für Infektionskrankheiten in der US-Fachzeitschrift PNAS. Dies deute darauf hin, dass „die Ausbreitung von SARS-CoV-2 an Bord der Diamond Princess von einem einzigen Ereignis vor Beginn der Quarantäneperiode ausging“, folgerten die japanischen Wissenschaftler.

Die Forscher entnahmen Virus-Genomsequenzen von 148 Passagieren und Besatzungsmitgliedern des Schiffes, das am 3. Februar von den japanischen Behörden im Hafen von Yokohama unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt worden war. Zuvor war ein 80-jähriger Passagier, der in Hongkong von Bord gegangen war, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ansteckungen begannen den Forschern zufolge wahrscheinlich während großer Versammlungen in Gemeinschaftsräumen, „wo die Passagiere tanzten, sangen, einkauften und Shows besuchten“.

Die „Diamond Princess“ mit mehr als 3600 Menschen an Bord hatte im Februar für Schlagzeilen gesorgt, nachdem sich 712 Menschen an Bord mit dem Coronavirus infiziert hatten und sieben Menschen starben. Zeitweise wurden dort die meisten Infektionen außerhalb Chinas registriert.

Update, 9.01 Uhr - Griechenland führt Maskenpflicht wieder ein

Bisher ist Griechenland glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. Dann kamen die Touristen - und die Infektionszahlen steigen. Athen verschärft nun wieder die Einschränkungen. Für Kreuzfahrtschiffe gibt es dagegen Erleichterungen.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen kehrt Griechenland zur allgemeinen Maskenpflicht in Geschäften und anderen geschlossenen öffentlichen Räumen zurück. Von Mittwoch an müssten alle Angestellten und Kunden unter anderem in Banken, Supermärkten, Friseur- und Schönheitssalons sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz tragen, sagte Zivilschutzminister Nikos Hardalias in Athen. Verstöße werden demnach mit Geldbußen in Höhe von 150 Euro bestraft.

In den vergangenen Tagen sei ein Anstieg bei den Neuinfektionen sichtbar geworden, sagte Hardalias. Trotzdem stehe Griechenland in der Pandemie generell besser da als viele andere Länder. Mit Blick auf die Neuinfektionen bestehe „kein Grund zur Panik“. Die Bevölkerung müsse jedoch wachsam bleiben.

Update, 7.49 Uhr - Gericht stoppt bayerisches Beherbergungsverbot für Urlauber

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das bayerische Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten in anderen Bundesländern vorläufig außer Vollzug gesetzt. Es sei nicht verhältnismäßig, dass mehr als 50 neue Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner eines Landkreises innerhalb von sieben Tagen automatisch zu einem Beherbergungsverbot führten, entschied das Gericht am Dienstag in München. Außerdem reiche in der Verordnung der Verweis auf Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts nicht - für die Wirte sei nicht erkennbar, wo sie die aktuellen Zahlen fänden. Geklagt hatte ein Hotelier aus der Oberpfalz.

Bayern hatte die Regel im Juni nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischunternehmen Tönnies in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Ende Juni hatten sich dann Bund und Länder grundsätzlich auf Einschränkungen für Reisende aus deutschen Corona-Risikogebieten verständigt. Die konkreten Regelungen sind allerdings Ländersache.

Bundesländer melden mehr als 700 Neuinfektionen - Berliner Corona-Ampel springt auf Rot

In Deutschland haben sich bislang 206.467 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Das sind 717 mehr Fälle als noch am Montag. Kein Bundesland blieb am Dienstag ohne Neuinfektionen. 9097 Menschen sind an den Folgen des Coronavirus gestorben. Die Zahl der Genesenen beziffert das Robert Koch-Institut auf 190.800. Somit sind rund 6600 Menschen in Deutschland akut infiziert (aktive Fälle). Die Reproduktionszahl ist unterdessen auf 1,25 angestiegen. Sie gibt an, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person im Schnitt ansteckt.

In Berlin wurde, nachdem zum dritten Mal in Folge eine erhöhte Reproduktionszahl gemeldet wurde, die erste von drei Corona-Ampeln auf Rot gestellt. Wenn zwei der drei Ampeln (Reproduktionszahl, Neuinfektionen pro Woche, Covid-19-Hospitalisierungszahlen) gleichzeitig auf Rot stehen, besteht laut Senat Erörterungsbedarf und die Vorbereitung möglicher Maßnahmen ist erforderlich.

mh/dpa

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