News-Ticker zur Corona-Pandemie

Todeszahlen-Prognose: Höhepunkt in Deutschland am 19. April? Maßnahmen in Italien bis 3. Mai

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Papst Franziskus nimmt an der Gründonnerstagsmesse im fast menschenleeren Petersdom teil. Die traditionelle Kreuzweg-Prozession am Karfreitag (21 Uhr) wird er wegen der Corona-Krise in diesem Jahr ohne Pilger begehen.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Freitag, 10. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1.760, Landkreis Traunstein 715, Landkreis Berchtesgadener Land 219, Landkreis Mühldorf 351, Landkreis Altötting 416
  • Mindestens 2.373 Todesopfer in Deutschland (721 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (vorerst bis 19. April)
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Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 22.22 Uh - Italiener müssen bis 3. Mai zu Hause bleiben

Die italienische Regierung verlängert die strikten Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger um rund drei Wochen bis zum 3. Mai. Das sagte Regierungschef Giuseppe Conte am Freitag in Rom. Die Maßnahmen gelten seit dem 10. März und waren bislang bis zum Ostermontag angeordnet.

Die Ausgangsbeschränkungen in Italien sind noch wesentlich strenger als in Deutschland. Die Menschen dürfen nur ausnahmsweise das Haus verlassen, etwa wenn sie zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen müssen. Und sie benötigen eine schriftliche Bestätigung mit Angaben zur Person und den Gründen, warum sie unterwegs sind.

Auch ein Großteil der Unternehmen ist seit Wochen geschlossen. Die Wirtschaft des hoch verschuldeten Landes fürchtet deswegen eine heftige Rezession. Und viele Bürger klagen, dass sie es zu Hause kaum mehr aushalten. Der Premier sagte, die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz weiterlaufen zu lassen, sei eine "schwierige, aber notwendige Entscheidung" gewesen. Ansonsten hätte Italien seine ersten Erfolge im Kampf gegen die Lungenkrankheit wieder riskiert.

Update, 21.30 Uhr - Gesundheitsamt delegiert nach Nachverfolgung an Kommunen

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim bekommt personelle Unterstützung bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen in der Coronakrise. Die Mitarbeiter in den Rathäusern der 46 Landkreis-Kommunen sowie der Stadt Rosenheim werden ab Dienstag, 14. April, entsprechende Anrufe bei Kontaktpersonen von positiv getesteten Patienten übernehmen. Zuvor informiert das Gesundheitsamt die Gemeinden über neue Coronafälle in ihrem Gebiet.

Wie der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hierl sagte, sei dies für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rosenheimer Gesundheitsamt "eine enorme Entlastung". Er dankte den Kommunen für die Unterstützung in dieser besonderen Zeit. Das zeige den starken Zusammenhalt und das gute Miteinander, so Hierl.

Update, 21.10 Uhr - Großeinsatz wegen Coronavirus in Traunreut

Am Karfreitag, 10. April, kam es in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber zu einem Großeinsatz der Polizei und Rettungskräfte.

Grund dafür war die weitere Ausbreitung des Coronavirus. Laut Informationen von chiemgau24.de wurden mindestens zwei Bewohner positiv auf das neuartige Sars-CoV-2 getestet.

Update, 20.20 Uhr - Burghausen beschäftigt sich mit Exit-Szenarien

Die Stadt Burghausen beschäftigt sich inzwischen aktiv mit möglichen Exit-Szenarien aus der Coronakrise. Für Feuerwehr und andere Hilfsdienste wurden bereits Schutzmasken in größerem Umfang organisiert.

"Wir müssen uns auch darauf vorbereiten, dass in den Kliniken nach dem Abklingen der Infektionswelle allmählich wieder der Normalbetrieb einkehren muss und die vielen aufgeschobenen Eingriffe und Operationen der letzten Wochen durchgeführt werden, damit hier auch wieder Einnahmen aus dem Klinikbetrieb generiert werden. 

Dazu ist es erforderlich, dass Patienten, die sich in der Phase des Auskurierens und des abgeklungenen Krankheitsbildes, die aber noch medizinisch versorgt werden müssen, in andere Einrichtungen verlegt werden", sagte Bürgermeister Hans Steindl. In diesem Zusammenhang wurden zwei andere Gebäude diskutiert. Entschieden ist dies jedoch noch nicht.

Update, 19.37 Uhr - Bayern weiterhin in Deutschland am schlimmsten betroffen

In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mindestens 116 304 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag, Stand 16.15 Uhr: mehr als 111 100 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Mindestens 2459 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 2223). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 49 900 Menschen die Infektion überstanden.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 30862 nachgewiesenen Fällen und mindestens 721 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 24 499 Fällen und mindestens 502 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 22 298 Fällen und mindestens 564 Toten.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 236 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 139,9. Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Update, 18.47 Uhr - Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland am 19. April?

Wie schlimm wird die Corona-Krise Deutschland noch treffen? Forscher des Institute for Health and Evaluation, der University of Washington in Seattle, berechneten nun für mehrere Staaten, wie es mit der Corona-Krise weitergehen könnte.

Laut der Hochrechnung dürfte Deutschland den Höhepunkt der Krise am 19. April, erreichen. Laut der Prognose der US-Forscher sind an diesem Tag etwa 377 Corona-Tote in Deutschland zu erwarten. Die Forscher rechneten auch aus, wie sich die Corona-Krise danach weiterentwickeln wird. Demzufolge könnte es bis Anfang August rund 8800 Corona-Tote in Deutschland geben. Am Karfreitag waren es rund 2600

Noch weitaus dramatischer stellt sich laut Forschern die Lage in Großbritannien und den USA aus.

Update, 18.33 Uhr - Papst fast alleine beim Abendmahl

Normalerweise reisen Tausende Gläubige aus aller Welt zur traditionellen Karfreitags-Prozession nach Rom. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie vom Kolosseum auf den Petersplatz verlegt - ohne Pilger. Für sie wurde stattdessen ein Live-Stream im Internet organisiert. Bei der Prozession werden das Leiden Jesus' und sein Weg zum Tod am Kreuz traditionell in 14 Stationen nachgestellt.

Schon beim feierlichen Abendmahl am Gründonnerstag war Papst Franziskus im Petersdom fast alleine. Mit ihm begingen nur wenige kirchliche Würdenträger die traditionelle Messe. Der 83 Jahre alte Papst erinnerte an Priester, Ärzte und Pfleger, die in der Corona-Krise Großes leisten würden und von denen viele an der Covid-19-Krankheit gestorben seien.

Die traditionelle Fußwaschung war wegen der Gesundheitsrisiken abgesagt worden. Auch andere Teile der Feier entfielen. Am Gründonnerstag beginnt für die Christen weltweit das Erinnern an Leiden, Tod und Auferstehung Jesu. Auch die Messen zum Osterfest und den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" am Sonntag wird der Papst, dem der Kontakt zu den Gläubigen eigentlich sehr wichtig ist, ohne Pilger feiern

Update, 18.05 Uhr - Über 700 Todesfälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 30 862 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 721 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen am Freitag (Stand 10 Uhr) mit. 

Den Angaben zufolge waren es am Vortag 29 262 infizierte Menschen und 653 Todesfälle gewesen. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag am Freitag bei 10 720 Menschen.

Update, 17.32 Uhr - 30 neue Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet am Karfreitag, 10. April (17 Uhr) 29 neue Corona-Fälle. 

Dabei handelt es sich um 14 Männer aus Burgkirchen, Marktl, Töging, Unterneukirchen, Burghausen, Neuötting, Mehring und Halsbach und 16 Frauen aus Teising, Haiming, Garching, Burgkirchen, Neuötting, Töging, Burghausen, Winhöring und Kirchweidach.

Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 415. 

Update, 16.19 Uhr - Positive Nachrichten auch aus dem Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es acht neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 10. April 2020, 15 Uhr).

Dabei handelt es sich um vier Erwachsene über 60 Jahre und vier Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 351 bestätigte Fälle vor, 40 davon werden stationär behandelt. 

Drei zuvor als positiv gemeldete Fälle wurden vom Labor nachträglich als negativ korrigiert. Insgesamt 138 Personen (kumuliert) sind bereits wieder genesen.

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 44 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 78 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 14 
  • Entlassene Corona-Patienten: 25

Update, 15.45 Uhr - Neue Zahlen für den Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 715 bestätigte Corona-Fälle vor (Stand: 10. April, 15.30 Uhr). Das sind 69 bestätigte Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

Insgesamt sind 350 Frauen und 365 Männer mit dem neuartige Coronavirus infiziert. Stand jetzt mussten 17 Personen im Landkreis Traunstein an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung sterben. 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. 

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 50 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich 17 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (elf in Traunstein und sechs in Trostberg).

Update, 15.30 Uhr - Stab im BRK-Zentrum Traunstein sammelt Informationen

Als Rettungs- und Hilfsorganisation ist das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in das Katastrophenschutzkonzept des Landkreises Traunstein integriert und aufgrund der aktuellen Corona-Situation derzeit besonders gefordert. Im Traunsteiner BRK- Zentrum wurde ein separater Stab der Sanitätsdiensteinsatzleitung (SanEL) eingerichtet, der die tagesaktuellen Entwicklungen genau beobachtet und den im Landratsamt tagenden Stab der örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) unterstützt.

Update, 14.55 Uhr - Fünf neue Todesfälle im Kreis Rosenheim

Die Zahl der nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Bereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes ist um 74 Menschen auf 1.760 Personen gestiegen (Stand: 9. April / 24 Uhr). 

Auch die Zahl der Verstorbenen hat sich im Vergleich zum Vortag erneut erhöht. Sie liegt nun bei insgesamt 46 Verstorbenen. Das sind fünf neue Todesfälle im Vergleich zum Donnerstag. Mittlerweile wurde bei mindestens 227 Personen in Stadt und Landkreis Rosenheim die Genesung dokumentiert.

Update, 14.48 Uhr - Positive Tendenz im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 219 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Stand: 10. April, 12 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um "nur" drei Coronainfektions-Fälle im Vergleich zum Vortag. 

Es sind keine weiteren Corona-Patienten im Landkreis Berchtesgadener Land verstorben. 87 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Bei den unverändert zum Vortag insgesamt 128 aktuell in Behandlung befindlichen COVID- 19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Aktuell sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 52 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, zehn davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 52 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 219 bestätigten BGL-Coronafälle.

Update, 13.50 Uhr - Zahlen in Spanien leicht rückläufig

Spanien hat im Kampf gegen das Coronavirus am Freitag die niedrigste Zahl neuer Todesfälle seit dem 24. März verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien "nur" 605 verstorbene Patienten erfasst worden, die Gesamtzahl belaufe sich nun auf rund 15.800, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Vortag waren noch 683 Tote registriert worden, zeitweise waren mehr als 900 Opfer pro Tag gemeldet worden.

Auch die Zuwachsrate der Neuinfektionen ging weiter zurück. Sie lag nur noch bei drei Prozent. Die Gesamtzahl der verzeichneten Fälle belief sich auf 157.000.

Update, 13.25 Uhr - Wohl sehr hohe Dunkelziffer in Österreich 

In Österreich sind laut einer Dunkelziffer-Studie deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als die offizielle Statistik ausweist. Im Vergleich zu den Anfang April offiziell als infiziert ausgewiesenen rund 8.500 Menschen seien tatsächlich wohl etwa 28.500 Personen betroffen gewesen, teilte das Meinungsforschungsinstitut Sora am Freitag mit. Das entspreche 0,33 Prozent der Bevölkerung. Die Schwankungsbreite sei allerdings erheblich, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) nun berichtet.

"Der Berg ist höher als gedacht und wir sind definitiv noch nicht auf der sicheren Seite", sagte Forschungsminister Heinz Faßmann. Die hochgerechnete Infektionsrate weise auf einen noch niedrigen Immunisierungsstatus in der Bevölkerung hin. Wenn es nicht gelinge, Neuinfektionen zu verhindern, drohe schnell wieder ein exponentielles Wachstum bei der Zahl der Fälle, so der Minister. Für die Studie ließ das Meinungsforschungsinstitut Sora rund 1.500 Menschen auf das Virus testen. 

Update, 13.05 Uhr - Polizei veröffentlicht Video

Auch die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd freuen sich auf die anstehenden Feiertage. Sie wünschten allen Bürgern "Frohe Ostern", wiesen allerdings in einem unter anderem auf Twitter veröffentlichen Video noch einmal auf die bestehenden Ausgangsbeschränkungen hin.

Update, 12.55 Uhr - Unbelehrbare Floristin und ein falscher Polizist

Zwischen Donnerstag, 6 Uhr, und Freitag, 6 Uhr, führte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis (wieder) insgesamt rund 8.200 Kontrollen bezüglich der Ausgangsbeschränkungen durch. Dabei wurden knapp 300 Verstöße festgestellt. 

Wie dabei bekannt wurde, hat eine Blumenhändlerin aus Unterhaching nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz am Hals und wird wohl eine satte Strafe zahlen müssen, nachdem sie ihren Laden über den Hinterhof erneut öffnete. Bereits am 28. März war die Frau von der Polizei nach einem ersten Verstoß entsprechend belehrt worden war. Beim erneuten Verstoß war jetzt sogar laut Polizei eine längere Kundenschlange im Hinterhof des Geschäftes festgestellt worden. Der Verkauf sei munter weiter gelaufen, hieß es. 

Zudem kassierte ein besonders dreister 42-jähriger Münchner in der Innenstadt Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz, wegen Trunkenheit im Verkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Amtsanmaßung. Der Mann hatte sich in der Nähe des Hauptbahnhofes gegenüber zivilen Polizeibeamten als Polizist vorgestellt und eine laufende Kontrolle behindert. Dabei stellten die "echten" Polizisten starken Alkoholgeruch bei dem Mann fest. Zuvor hatten sie diesen außerdem mit einem Auto herumfahren sehen. Hierbei stellte sich heraus, dass er keinen Führerschein besaß und aufgrund seiner Alkoholisierung kein Auto hätte fahren dürfen. 

Update, 12.35 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Salzburg und Tirol 

Im österreichischen Bundesland Salzburg wurden am Freitagmorgen 16 neue Coronafälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl auf 1.164 infizierte Personen. Zudem meldete das Universitätsklinikum Salzburg einen weiteren Todesfall. Es handelt sich um eine 84-jährigen Mann. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 erhöht sich damit in Salzburg auf 24. 

In Tirol gab es insgesamt bislang 3.152 Infektionen. Aktuell gelten noch 1.406 Personen als infiziert, der Rest ist bereits genesen. Verstorben sind in Tirol bislang 59 Personen. Ein neuer Todesfall war am Freitagvormittag nicht bekannt. 

Insgesamt sieht man sich in der Alpenrepublik auf einem guten Weg im Kampf gegen Corona. Seit rund einer Woche liege die Zahl der Neuinfizierten kontinuierlich unter der Zahl der Neugenesenen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag. Außerdem betrage die Dauer der Verdoppelung der Zahl der Infizierten inzwischen 29 Tage. "Es ist ein großer Erfolg, aber wir sind noch lange, lange nicht am Ziel", sagte Anschober.

Update, 12.15 Uhr - Revision am Kraftwerk Oberaudorf-Ebbs - trotz Corona 

Trotz Coronakrise und Grenzschließungen konnte die Großrevision am bayerisch-tirolerischen Kraftwerk Oberaudorf-Ebbs nun erfolgreich abgeschlossen werden. Bereits im Herbst 2019 war damit begonnen worden. Sowohl das Laufrad der Kaplan-Turbine wie auch der Generator wurden inspiziert und gewartet.  

Das Kraftwerk Oberaudorf-Ebbs hat seine Revision erfolgreich abgeschlossen.

Bei der Bestellung des Generatorkühlers war von Covid-19-Vorsorgemaßnahmen noch keine Rede. Jetzt fanden Montage und Einbau aber unter den erschwerten Bedingungen statt. Da die grundsätzlich erforderlichen und auch vorgeschriebenen Personenabstände bei bestimmten Arbeiten nicht immer eingehalten werden konnten, schützten sich die Mitarbeiter dann mit Masken, Brillen und Handschuhen.
Mit der Montage der Generatorkühler konnten die Arbeiten nun unter Einhaltung aller Gesundheitsvorgaben erfolgreich abgeschlossen werden. Damit kann das Kraftwerk wieder sauberen Wasserkraftstrom für die sichere Stromversorgung zur Verfügung stellen, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Update, 11.40 Uhr - Italien verlängert Ausgangssperre nochmals 

Italien will die Ausgangsverbote für seine Bürger offenbar nochmals um drei Wochen verlängern. Demnach dürften die Bürger erst frühestens am 3. Mai ihre Häuser wieder verlassen. Dies berichten verschiedene italienische Medien, unter anderem die Zeitung "La Repubblica". Die Schulen sollen dabei offenbar sogar über den Sommer hinaus geschlossen bleiben und erst zum neuen Schuljahr wieder öffnen. Die Ausgangssperre in Italien gilt bereits seit 10. März.

Update, 11.25 Uhr - Wasserburgs Basketballerinnen im Hilfseinsatz 

Eigentlich wäre jetzt Playoff-Zeit für Wasserburgs Basketball-Damen. Doch obwohl diese heuer der Coronakrise zum Opfer fielen, sind die Spielerinnen Leonie Fiebich und Svenja Brunckhorst sowie Coach Sidney Parsons derzeit gut beschäftigt. Sie unterstützen das Innkaufhaus in Wasserburg bei dessen Lieferservice. Alles, was die Bürger bestellen, wird von den Damen schnellstmöglich zu den Kunden gebracht. 

Wasserburger Sportler beim Hilfseinsatz.

Kapitänin Brunckhorst ist zudem noch bei den Wasserburger Fußball-Löwen mit im Einsatz. Die Löwen haben seit fast vier Wochen die Aktion "Helfen statt Trainieren", bei der sie zum Beispiel Einkaufsfahrten, die Fahrt zum Tierarzt oder den Gang zur Post übernehmen. Vor ein paar Tagen waren sie auch für die Wasserburger Tafel im Einsatz und haben Lebensmittel eingesammelt.

"Ich hatte von der Aktion gelesen und fand es eine ziemlich coole Idee. (...) Seitdem helfe ich ab und zu mal aus und es macht echt Spaß, erst Recht, wenn man danach in die dankbaren Gesichter der Leute sieht, denen man hilft", so Brunckhorst.

Update, 10.40 Uhr - 56 Infekt-Transporte im Berchtesgadener Land 

Zwischen 1. März und 8. April waren Rettungsdienst und Krankentransport des Roten Kreuzes im Berchtesgadener Land insgesamt mit 56 dokumentierten Infekt-Transporten für Patienten mit bestätigter und vermuteter Covid-19-Erkrankung gefordert. Ansonsten hat sich die Gesamt-Einsatzsituation etwas entspannt, da zum einen die Touristen derzeit fehlen und zum anderen die Einheimischen die Ausgangsbeschränkungen größtenteils beachten. 

"Durch diese breite Solidarität passiert insgesamt weniger als sonst - zu Hause, auf der Straße, aber auch in den Bergen und am Wasser, wodurch wir insgesamt unsere Kapazitäten schonen", berichtet BRK-Pressesprecher Markus Leitner. Besonders ehrenamtliche Gruppen von Berg- oder Wasserwacht, die oft über längere Zeit in schwierigem Gelände bei einer Patienten-Rettung not oder übel eng zusammenarbeiten müssen, reduzieren durch das umsichtige Verhalten der meisten Menschen ein Ansteckungsrisiko. Das ist laut BRK sehr wichtig, da viele neben dem Ehrenamt in medizinischen und pflegerischen Berufen oder anderen Bereichen kritischer Infrastruktur arbeiten, die aktuell wegen der Coronakrise unverzichtbar sind.

Rotes Kreuz unterstützt im Berchtesgadener Land Corona-Transporte

Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert. 
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert.  © BRK Kreisverband Berchtesgadener Land
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert. 
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert.  © BRK Kreisverband Berchtesgadener Land
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert. 
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert.  © BRK Kreisverband Berchtesgadener Land
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert. 
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert.  © BRK Kreisverband Berchtesgadener Land
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert. 
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert.  © BRK Kreisverband Berchtesgadener Land
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert. 
Das Rote Kreuz ist im Landkreis Berchtesgadener Land bei Corona-Transporten gefordert.  © BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

Update, 9.50 Uhr - Landkreis nimmt "Knallhart-Maßnahmen" zurück

Der Landkreis Ostallgäu hatte in der Karwoche mit geplanten Knallhart-Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus für Schlagzeilen gesorgt. Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) hatte in einer Allgemeinverfügung ein De-facto-Einreiseverbot für Nicht-Bürger des Landkreises verhängt und gleichzeitig jegliche touristische Aktivitäten im südlichen Teil des Landkreises verboten. Dort liegen "Hotspots" wie Füssen oder Schloss Neuschwanstein.

Jetzt ist die Behörde jedoch zurückgerudert und hat die Verfügung zurückgenommen. Man habe die "formaljuristischen Bedenken" der Staatsregierung zur Kenntnis genommen, hieß es auf der Homepage des Landkreises. Allerdings verteidigte der Landkreis sein Ansinnen: "Die Beschränkung des Ausflugsverkehrs war ein beherzter und mutiger Schritt, um die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen, die Einsatzkräfte (Bergwacht, Polizei) zu entlasten und die Kapazitäten der Krankenhäuser nicht zu belasten."

Update, 9.35 Uhr - Wanderunfall trotz Ausgangsbeschränkung in Tirol

Am Donnerstagabend war eine 35-jährige Tschechin in Mayrhofen im Zillertal (Tirol) auf einem Wanderweg in Talnähe unterwegs. Aus bisher noch ungeklärter Ursache kam die Frau auf diesem Wanderweg zu Sturz. In der Folge stürzte die 35-Jährige dann noch etwa fünf Meter über unwegsames und mit Sträuchern bewachsenes Gelände ab, konnte aber schließlich noch selbst einen Notruf absetzen.

Die Frau musste von der Bergrettung gerettet werden. Die Wanderin zog sich eine Verletzung im linken Sprunggelenk zu. Im Einsatz standen 13 Einsatzkräfte der Bergrettung Mayrhofen, zwei Sanitäter des Roten Kreuzes sowie eine Polizeistreife. Ob die Dame bei dem Vorfall gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hat, ließ die Polizei in ihrer Pressemitteilung offen.

Update, 9.05 Uhr - Österreich führt Maskenpflicht in "Öffis" ein

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Erwartungsgemäß sind in Österreich die Ausgangsbeschränkungen nun bis Ende April verlängert worden. Gesundheitsminister Anschober (Grüne) unterzeichnete in der Nacht auf Karfreitag die entsprechende Verordnung.
Wichtigste Änderung beziehungsweise wichtigster Zusatz: Ab Dienstag, 14. April, besteht bei der Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln eine allgemeine Maskenpflicht. Zudem wird die Maske auch beim Einkaufen im Supermarkt nun absolut verpflichtend. Alternativ könne auch ein Schal oder eine "andere Barriere gegen eine Tröpfcheninfektion" getragen werden, hieß es. Ausgenommen von der Maßnahme sind lediglich Kinder bis maximal sechs Jahre. Zudem muss in den "Öffis" von allen Personen ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden. Ansonsten bleiben die bestehenden Ausgangsbeschränkungen bestehen. Hochzeiten und Begräbnisse dürfen nun im "engsten familiären Kreis" stattfinden.

Update, 8.50 Uhr - Parks in Rosenheim bleiben gesperrt 

Die Parkanlagen der Stadt Rosenheim bleiben auch über die Osterfeiertage gesperrt. Das gab die Stadt nun in einer Pressemitteilung bekannt. Betroffen sind der Riedergarten, der Salingarten, der Luitpoldpark, der Hohenzollernpark,der Mangfallpark, die Badeseen, die Kinderspielplätze sowie der Fitness-Parcours bei der Freien Turnerschaft. 

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) appellierte an die Vernunft der Bevölkerung: "Die größte Herausforderung wird für Rosenheim darin bestehen, vor allem an unseren Seen und Naherholungsgebieten und in unseren Parks und Plätzen dafür zu sorgen, dass keine unangemessenen Menschenansammlungen entstehen. (...) Gerade nach den Erfahrungen des vergangenen Wochenendes bin ich aber zuversichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger in großer Mehrheit nach wie vor Verständnis für die Maßnahme haben."

Update, 7.50 Uhr - 266 neue Todesfälle in Deutschland

Nach Angaben des zuständigen Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die Zahl der Todesfälle in Deutschland infolge einer Coronavirus-Infektion um 266 Fälle auf 2.373 gestiegen. Inzwischen gibt es laut dem Institut in der Bundesrepublik insgesamt 113.525 infizierte Personen. Dies bedeutet einen Anstieg um 5.323 Fälle im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der genesenen Patienten stieg binnen 24 Stunden um 3.987 auf 53.913 Personen.

Polizei testet Drohnen

Am späten Donnerstagabend kam die Meldung, dass sich die EU-Finanzminister nach zähen Verhandlungen auf ein milliardenschweres Rettungspaket zur Hilfe für die vom Coronavirus gefährdeten Staaten geeinigt haben. Es war der Abschluss eines turbulenten Nachrichtentages in der Coronakrise.

Derweil gibt es eine Diskussion über Drohnen, die Ausgangsbeschränkungen kontrollieren und zum Zuhause bleiben aufrufen könnten: Im Ausland ist das in der Corona-Krise mancherorts schon gängige Praxis geworden. In Deutschland ist der Einsatz von Drohnen zur Kontrolle von im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Einschränkungen bislang noch eher eine Ausnahme.

In Nordrhein-Westfalen testen zurzeit zehn Polizeibehörden den Einsatz von jeweils zwei Drohnen - in Düsseldorf und Dortmund zuletzt auch im Zuge der Coronakrise, wie eine Sprecherin des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste sagte. Die kleinen Flugobjekte würden unter anderem eingesetzt, um Orte abzusuchen und Menschen an beliebten Sammelpunkten per Lautsprecher vor den gesundheitlichen Risiken allzu großer Nähe zu warnen. Letzteres sei vergleichbar mit Durchsagen eines Streifenwagens.

Ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei betonte, dass die Kamera der Drohne nicht zur Identifizierung Einzelner diene: "Es werden auch keine Bilder gespeichert." Es gehe nur um Übersichtsaufnahmen. Ob die Drohnen auch am Osterwochenende eingesetzt werden, können die Behörden noch nicht sagen: Dies sei "lageabhängig".

mw/mz

Quelle: rosenheim24.de

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