Trojaner schlug in Krankenhäusern und Unternehmen zu

Cyber-Angriff legt Anzeigetafeln an Bahnhöfen in der Region lahm

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Landkreis - Ein weltweiter massiver Cyberangriff hat bei Sicherheitsexperten Alarm ausgelöst. Demnach schlug ein Erpressungstrojaner mindestens 45.000 Mal in 74 Ländern zu. Auch in unserer Region spürt man die Auswirkungen:

In der Nacht von Freitag auf Samstag sind weltweit Computer mit Windows-Betriebssystemen gehackt worden – der Cyberangriff hat auch Auswirkungen auf die Bahnhöfe in der Region:

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Die Deutsche Bahn ist nämlich auch Opfer eines sogenannten Trojaners geworden. Jetzt gibt es technische Störungen an den digitalen Anzeigetafeln. Bis mindestens Nachmittag ist laut einer Konzernmitteilung noch mit Beeinträchtigungen zu rechnen. "Die DB arbeitet mit Hochdruck daran, die Störungen zu beheben." Es sei jedoch noch bis zum Nachmittag mit Beeinträchtigungen zu rechnen. An größeren Bahnhöfen sollen den Angaben zufolge zusätzliche Mitarbeiter zur Kundeninformation eingesetzt werden. Der Bahnbetrieb soll aber durch den Hackerangriff nicht beeinträchtigt sein. Es gibt bisher keine Einschränkungen im Fern- und Nahverkehr.

Auf den Anzeigetafeln der Bahn war in der Nacht eine deutschsprachige Drohung der Hacker zu lesen: "Viele Ihrer Dokumente, Fotos, Videos, Datenbanken und andere Dateien sind nicht mehr zugänglich, weil sie verschlüsselt wurden", heißt es in der Mitteilung. Sie könnten nur durch eine Lösegeldzahlung an die Hacker wiederhergestellt werden. Sollte innerhalb von sieben Tagen keine Zahlung erfolgen, würden die Dateien gelöscht.

Seit Freitag waren weltweit zehntausende Computer von einer großangelegten Attacke mit sogenannten Erpressungstrojanern betroffen. Die Schadsoftware verschlüsselt die Rechner und fordert Lösegeld, um sie wieder freizugeben. In Großbritannien wurden Krankenhäuser lahmgelegt, in Spanien war der Telekom-Konzern Telefónica betroffen und in den Vereinigten Staaten der Versanddienst FedEx. In der Nacht zum Samstag wurde die Angriffswelle gestoppt, weil ein IT-Sicherheitsforscher auf eine Art „Notausschalter“ in der Schadsoftware stieß.

mh mit Material der dpa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/Screenshot Twitter

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