Baudezernent skizzierte Stadtentwicklung

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Rosenheim - "Wer rastet, der rostet !" - Gemäß dieser Binsenweisheit will die Rosenheimer CSU nach der Sogwirkung und dem Erfolg der Landesgartenschau erst gar keine "Müdigkeit in Sachen Stadtentwicklung" aufkommen lassen.

Deshalb lud sie interessierte Bürger zu einer öffentlichen Diskussionsrunde unter dem Motto "Rosenheim planen - Rosenheim gestalten" in das Traditionslokal "Mailkeller" ein.

Das Thema stieß erwartungsgemäß auf große Resonanz und so hieß Dr. Thomas Huber, stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender, im proppenvollen Saal nicht nur lokale Politprominenz, sondern auch viele engagierte Bürger und "Aktivisten in Sachen Stadtentwicklung" willkommen. Als Referenten hatten die Veranstalter mit Stadtbaumeister Helmut Cybulska den federführenden Experten in puncto "Rosenheimer Stadtentwicklung" gewonnen.

Gewissermaßen im "lokalen Rundflug" ging Bauamtdezernent Cybulska in seinem Vortrag auf die strategische Ausrichtung der Stadt ein und zeigte Schwerpunkte auf, wie "Rosenheim 2025" aussehen könnte. "Sicherlich werden nicht alle Blütenträume reifen", aber ein Jahr nach dem Quantensprung in der Rosenheimer Stadtentwicklung - wie manche Zeitgenossen euphorisch die Phase der Landesgartenschau im Rückblick gern bezeichnen - gelte es, das Bürgerinteresse wachzuhalten, oder wie es Dr. Thomas Huber in seiner Einladung formulierte: "Wir von der Stadtratsfraktion möchten schon heute über Rosenheim reden, mit den Bürgern ins Gespräch kommen und gemeinsam in Rosenheims Zukunft schauen."

Helmut Cybulska stellte Projekte vor

Und das tat dann Referent Cybulska ausführlich, indem er die zukünftigen Projekte und Entwicklungsmöglichkeiten unter der Prämisse "Ökonomie, Ökologie und Soziales" beleuchtete. Rosenheim als Stadt der Zukunft soll eine "kompakte Stadt der kurzen Wege" sein, in der Arbeit, Freizeit, Wohnen, Gesundheit und Sicherheit einen hohen Stellenwert haben. Schon heute finden sie im "Rosenheimer Stadtmodell" ihren Ansatz.

Namentlich skizzierte Cybulska die Zukunft des komplexen Bahnhofsareals, das "spannende Entwicklungspotential" für die Altstadt-Ost und des Mühlbachbogens, die Aufwertung der Kaiser- und der Innstraße, das Lokschuppen-Umfeld als zukünftiges kulturelles Aushängeschild der Stadt sowie die weitere Entwicklung Rosenheims als Schul- und Hochschulstadt.

Auch die nachhaltige Entwicklung von Handel und Gewerbe, die "unendliche Ausbaugeschichte" des Klinikums, die Einmündung der Brannenburger Straße in die Bundesstraße B15 beim Weko-Gelände, die Erweiterung der sozialen Einrichtungen, das nervige Verkehrsproblem und auch das "Zonenrandgrenzgebiet Aising", welches ein Teilnehmer in der sich anschließenden Diskussion als entwicklungstechnisches Brachland bezeichnete, sprach Baudezernent Cybulska an.

Bürger in Konzepte einbinden

Grundsätzlich nachgefragt wurde in der Diskussion seitens der Bürger ein "Generalkonzept" für die angesprochenen Projekte. Und auch der Hinweis, dass der angesprochenen "baulichen Verdichtung" kein Grün geopfert werden dürfe, fand breite Zustimmung.

Die sehr sachlich und auf hohen Niveau geführte Diskussion ließ erkennen, dass die Veranstalter den Trend der Zeit erkannt haben, nämlich Bürger frühzeitig und überparteilich in die Planungen "ihrer" Stadt einzubinden. Und so soll diese Veranstaltung den Anfang einer ganzen Reihe ähnlicher Veranstaltungen und Foren bilden.

je/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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