Demo vor Circus Krone in Burghausen

Animals United e.V.: "Kein Applaus für Tierquälerei!"

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Animals United e.V. vor dem Zirkuszelt von Circus Krone auf dem Festplatz Waldpark in Burghausen: "Kein Applaus für Tierquälerei!"
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Burghausen - Für Samstagmittag hatte der Animals United e.V. zu einem Demolauf durch die Stadt aufgerufen. Ziel war der aktuelle Spielort des Circus Krone auf dem Festplatz im Waldpark Lindach. Rund 70 waren dabei. 

Eines gleich vorweg. Die rund 70 Demonstranten, die dem Aufruf von Animals United e.V. zum Demolauf durch Burghausen mit dem Endziel Circus Krone auf der Festwiese im Waldpark gefolgt waren, verhielten sich friedlich und hielten alle Auflagen zu dieser Versammlung ein. Das ging sogar auf die Minute genau: Um 15.30 Uhr war Schluss.

Aktiv vor Ort statt anonym im Netz oder in der Dunkelheit

Sie stehen für einen Zirkus ohne Tiere, fordern „Kein Applaus für Tierquälerei!“. Sie wollen echte Unterhaltung von Menschen für Menschen. Tiere hätten da nix zu suchen. Soll wohl heißen: Clowns und Artisten und keine Tiere mehr. Das sei ein Zirkus, wo sie „Ja!“ sagen, so Céline Zerres, Gruppenleiterin bei Animals United im Gespräch mit innsalzach24.de. „Wir wollen das Kulturgut ´Zirkus´ nicht verbannen."

Animals United e.V.: "Kein Applaus für Tierquälerei!"

Wir werden das so lange machen, bis keine Tiere mehr im Zirkus gibt“, sagt Zerres. Von einem würde sie sich persönlich wie auch der Animals United e.V. ganz klar und deutlich distanzieren: Vor blinder Wut und falsch verstandenem Aktionismus. Sachbeschädigungen wie kürzlich die an den Plakaten des Circus Krone – „Damit haben wir nichts am Hut“. Das habe mit einer vernünftigen Diskussion nichts zu tun. Zerres bittet in diesem Zusammenhang auch alle, sich lieber an den Verein zu wenden, als Straftaten dieser Art zu begehen.

„Jeder kann sich davon überzeugen“

Wir lieben unsere Tiere, es geht ihnen gut“, sagt Dr. Susanne Matzenau im Gespräch mit innsalzach24.de auf Nachfrage zur Demo. Sie vermisse ein wirklich ehrliches Interesse von Demonstranten,sich auf einer Augenhöhe zu treffen, miteinander zu sprechen, Diskussionen weniger emotional und mehr sachlich anzugehen. „Das ist das Wichtigste“, sagt Matzenau, „eine Politik des offenen Hauses, wo man sich alles ganz genau anschauen und dann darüber reden kann“. Tatsächlich bietet Krone an jedem Spielort seinen Tag der Offenen Türe an. „Jeder kann hier Fragen stellen.“

Freilich sei ein Zirkusbetrieb nur mit Tieren dauerhaft erfolgreich zu betreiben aber alle über den Kamm der Tierquälerei zu scheren sei so nicht angebracht. Aus unbekannter Richtung gebe es sogar persönliche Beleidigungen bis hin zu Todesdrohungen. Dabei sammelt Krone laut Matzenau Unterschriften für eine Petition um den Verbleib der Tiere im Circus. Zehntausende von begeisterten Circus-Besuchern habe man schon sammeln können.

Quelle: innsalzach24.de

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