Benefizveranstaltung am Freitag in Mühldorf

Drei Polizisten kaltblütig erschossen: Dorfen denkt mit Schaudern zurück

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In der heutigen Polizeiinspektion an der Erdinger Straße erinnert eine Gedenktafel an die drei getöteten Beamten Karl-Heinz Loibl, Robert Gebler und Alfred Maier.

Dorfen - Bei einem Amoklauf in der Dorfener Polizeiwache lassen am 4. März 1988 drei Beamte ihr Leben. Die Bluttat jährt sich an diesem Sonntag zum 30. Mal. Der ermordeten Polizeibeamten wird in den kommenden Tagen zweifach gedacht.

Am Freitag findet um 19 Uhr im Stadtsaal in Mühldorf ein Benefizkonzert statt. Organisiert hat es Josef Gebler, Bruder des Polizisten Robert Gebler. Auftreten wird das Polizeiorchester Bayern unter der Leitung von Professor Johann Mösenbichler. Die Schirmherrschaft hat Innenminister Joachim Herrmann übernommen, der im Rahmen des Konzerts ein Grußwort sprechen wird. Der Erlös kommt der Bayerischen Polizeistiftung zu Gute, die sich unter anderem um verletzte und traumatisierte Beamte kümmert. Karten gibt es zu 15 Euro (ermäßigt zwölf Euro) im Kulturbüro Mühldorf, bei Inn-Salzach-Ticket und München-Ticket. Restkarten sind ab 18 Uhr an der Abendkasse erhältlich. Am Dienstag, findet außerdem um 17 Uhr ein Gedenkgottesdienst der Bayerischen Polizei in Maria Dorfen statt.

Tag ging in die bayerische Polizeigeschichte ein

Der Tag, der in die Dorfener Stadt- und in die bayerische Polizeigeschichte eingehen wird, beginnt mit einem Routineeinsatz. Slobodan Stefanovic, ein Jugoslawe, wohnt seit 15 Jahren in der Isenstadt. Sicherheitsbehördlich groß in Erscheinung getreten ist er noch nie. Er ist Sportschütze und beantragt beim Landratsamt Erding einen Waffenschein. Die Behörde schaut genau hin und legt sich fest, dass der 37-Jährige charakterlich ungeeignet sei, Waffen zu führen. Sie widerruft die Waffenbesitzkarte, Stefanovic muss die Waffen abgeben.

Genau das, nämlich die Beschlagnahmung, ist der Auftrag für vier Beamte der Polizeistation Dorfen am Morgen des 4. März 1988. Es ist ein Freitag. Unter anderem Robert Gebler und Karl-Heinz Loibl fahren gegen 7.45 Uhr zu Stefanovic. Der Mann hortet Waffen. Der 27 Jahre alte Kommissar und der 46-jährige Hauptmeister ahnen nicht, dass es ihr letzter Einsatz sein wird. Zweieinhalb Stunden später sind sie tot.

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Quelle: rosenheim24.de

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