Räumungsdrama: Mann bleibt in Betreuung

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Zugriff des Sondereinsatzkommandos: Beamte seilten sich von einem Balkon ab und drangen in die Wohnung im sechsten Stock des Hochhauses ein.

Traunstein/Rosenheim - Wegen einer angekündigten Zwangsräumung wollte sich vergangenes Jahr ein Mann in seiner Wohnung in die Luft sprengen. Jetzt fiel ein Urteil.

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Das Drama um eine Zwangsräumung in der Äußeren Münchnener Straße sorgte am 10. Juni für großes Aufsehen in Rosenheim. Nachdem der Mann damit gedroht hatte, seine Wohnung in einem Hochhaus anzuzünden, liefen rund fünf Stunden lang die Verhandlungen. Auch ein Spezial-Verhandlungsteam war vor Ort. Die Verhandlungen drehten sich um ein Abwenden der Zwangsräumung und ein Entschärfen der gefährlichen Situation. Der Mann hatte sich von einer Tankstelle Benzin besorgt.

Der Anwalt des Mieters war vor Ort und sprach über einen benachbarten Balkon mit ihm. Bei der Übergabe eines neuen Gerichtsbescheides, der ihm einen Aufschub der Vollstreckung bescheinigte, schlug dann ein Sondereinsatzkommando zu: Beamte seilten sich von einem Balkon ab und drangen in die Wohnung im sechsten Stock des Hochhauses ein. Der Mann wurde überwältigt und festgenommen.

Seit Ende Januar musste sich der Mann nun vor dem Landgericht in Traunstein verantworten. Ihm wurde schwere Nötigung sowie Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vorgeworfen. „Das Gericht hat sich der Einschätzung des Gutachters angeschlossen“, erklärt der Verteidiger Wolfgang Müller nach dem Urteil auf Anfrage von rosenheim24. Es wurden auch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel betreutes Wohnen, diskutiert. Der psychiatrische Sachverständige, Dr. Stefan Gerl, sah eine Wiederholungsgefahr gegeben. Das Gericht setzte die Unterbringung nicht auf Bewährung aus. Der 43-Jährige bleibt nun weiter in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Einen ausführlichen Bericht vom ersten Verhandlungstag lesen Sie auf ovb-online.de

red

Quelle: rosenheim24.de

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