Drei Geschäfte schließen

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Die Puppen werden erst einmal überflüssig: "Sun Valley" und "Gruber Rose" schließen heute, "City-Dress-Moden" macht Ende August zu.

Rosenheim - Gleich drei Modegeschäfte in engster Nachbarschaft hören Ende Juli beziehungweise Ende August im Bereich der Hafnerstraße und Stollstraße auf.

"Gruber Rose", "Sun Valley" und "City-Dress-Moden" - alle aus verschiedenen Gründen.


Vor zehn Jahren hat das Gewandhaus "Gruber Rose" in der Hafnerstraße eröffnet. Jetzt ist der Mietvertrag ausgelaufen. Nachdem die Lage dem Modehaus nicht optimal erschien, hatte sich die Geschäftsleitung schon seit längerem nach einem anderen Standort in Rosenheim umgesehen. Fündig geworden ist sie nicht. Deshalb nimmt das Gewandhaus Gruber Abschied von der Stadt und expandiert dafür nach Freising. Dort werden in naher Zukunft zwei weitere Geschäfte eröffnet, zusätzlich zu den vier schon bestehenden in Wasserburg, den vier in Erding und den zweien in Dorfen.

Die beiden Verkäuferinnen in Rosenheim sind zwar traurig, vor allem wegen der Stammkunden. Aber zumindest haben sie weiterhin Arbeitsplätze, in der Filiale des Unternehmens in Wasserburg.


Bei "Sun Valley", Ecke Stoll-/Hafnerstraße, gibt Geschäftsinhaber Alexander Leipold nach zwei Jahren auf. Gründe für diesen Entschluss gibt es mehrere: "Es wäre nicht richtig, alles auf die Wirtschaftskrise zu schieben. Es spielten sicherlich viele Faktoren eine Rolle, der Standort ebenso wie das noch fehlende Image unserer französischen Marke in Deutschland." Keiner werde nach der Schließung existenzielle Probleme bekommen: Für unsere Verkäuferinnen war es ein Nebenjob, und auch für mich geht das Leben weiter."

Katharina Fleischhauer von "City-Dress-Moden" verkauft in der Stollstraße seit 38 Jahren Mode für ältere Damen. Sie selbst ist auch älter geworden. Mit 77 Jahren habe sie sich den Ruhestand verdient, sagt sie. Wirtschaftskrise und steigende Mietpreise hätten diese Entscheidung lediglich beschleunigt. Plötzlich komme die Schließung also nicht, schon lange sei ein Abwärtstrend spürbar gewesen. "Die Leute legen immer weniger Wert auf hochwertige Ware. Sie wollen möglichst billig einkaufen."

Die Betreiber der umliegenden Geschäfte hoffen, dass die Ladenlokale bald wieder vermietet werden. Leere Läden in der Nachbarschaft machen sich nicht gut. Zumindest für das Ladenlokal von "Gruber Rose" gibt es schon einen neuen Vertrag. Am 17. September eröffnet dort der Jack-Wolfskin-Laden, der von der Münchener Straße in die Hafnerstraße umzieht.

Oberbayerisches Volksblatt/wu/bi

Quelle: rosenheim24.de

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