Drogen in der Post - Rauschgifthändler festgenommen

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Diese Drogen stellte die Polizei Rosenheim bei sechs mutmaßlichen Rauschgifthändlern sicher.

Rosenheim - Statt dem Postboten klingelte die Polizei: Beamten der Drogenfahndung sind sechs mutmaßliche Rauschgifthändler ins Netz gegangen. In verschiedenen Fällen verschickten sie Heroin, Kokain und Cannabis per Post.

Seit mehreren Monaten hatten die Beamten ein Rosenheimer Ehepaar im Visier, das im Verdacht stand, in erheblichem Umfang mit Drogen zu handeln. Ende Januar 2011 schnappte schließlich die Falle zu: Als die beiden per Post eine Lieferung mit Heroin, Kokain und Cannabis erwarteten, standen an Stelle des Paketdienstes die Drogenfahnder vor der Tür, um die Ware zuzustellen. Im selben Moment klickten für die 37-jährige Frau und ihren 45-jährigen Ehemann die Handschellen. Laut Polizeibericht wurden sie vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Rosenheim vorgeführt.

Wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Rauschgifthandels in nicht geringen Mengen erließ der Richter Haftbefehle gegen das Ehepaar. Sie waren bereits einschlägig polizeibekannt. Der 10-jährige Sohn wurde in Absprache mit dem Jugendamt bei den Großeltern untergebracht.

Kurze Zeit später, Anfang Februar 2011, klickten auch für zwei Brüder aus Bad Aibling (19 und 22 Jahre alt) und ihren 34-jährigen, Freund aus Rosenheim die Handschellen. Auch in diesem Fall warteten die drei Männer auf ein Paket, das sie nach Polizeiangaben einige Tage zuvor in Dortmund selber aufgegeben und an ihre Adresse in Bad Aibling gesandt haben.

In dem Paket befanden sind rund 700 Gramm Haschisch und zehn Gramm Marihuana, das sie vorher in Holland erworben und illegal nach Deutschland eingeführt haben dürften. Die Staatsanwaltschaft Traunstein geht von gemeinschaftlicher, illegaler Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen aus Holland aus, die zum gewinnbringenden Weiterkauf bestimmt waren und beantragte deshalb gegen die drei Haftbefehle, die vom zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichtes Rosenheim bestätigt wurden.

Zu Beginn der vergangenen Woche klickten schließlich die Handschellen der Drogenfahnder ein sechstes Mal, als ein einschlägig vorbestrafter Mann (40) aus Rosenheim festgenommen wurde. Ihm wird der gewinnbringende Handel mit erheblichen Mengen Kokain zur Last gelegt, wofür er im Falle einer Verurteilung laut Einschätzung der Polizei mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen hat.

mm

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