"Ruf des THW gewaltig beschädigt!"

+
Der Geschäftsführer des THW Mühldorf Klaus Labitzke will nun den Ruf des THW wieder aufpolieren.

Altötting - Der Drogen-Skandal beim THW sorgt für Entsetzen. Am Montag wurde einer der beiden ehemaligen THW-Mitarbeiter verurteilt.

Aus den Beschuldigungen wurde ein Urteil. Einer der beiden ehemaligen Altöttinger THW-Ortschefs wurde am Montag zu eineinhalb Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Er hatte die Anschuldigungen vor dem Amtsgericht Altötting umfassend gestanden. Zusammen mit seinem THW-Kollegen soll er 500 Gramm Marihuana von Östrreich nach Bayern transportiert haben - teilweise mit Fahrzeugen und in Uniformen des Technischen Hilfswerks.

Unter den Zuschauern im Gerichtssaal war am Montag auch Klaus Labitzke, Geschäftsführer der THW-Geschäftsstelle Mühldorf. Sichtlich betroffen verfolgte er das Geständnis des ehemaligen Ortsgruppenchefs.

Guter Ruf des THW in Mitleidenschaft gezogen

Lesen Sie auch:

Er war immer ein pflichtbewusster Helfer, das THW war seine zweite Heimat. Ich hätte ihm sowas nicht zugetraut", sagt Labitzke, in dessen Zuständigkeitsbereich die Ortsgruppe Altötting fällt. Jetzt muss er zusammen mit den Verantwortlichen beim THW zusehen, wie er den Ruf des Hilfswerks wieder aufpolieren kann. "Das Ansehen des THW wurde schon gewaltig beschädigt. Die Mitglieder wissen, dass es sich hier um schwarze Schafe handelt. Wir müssen jetzt auch bei den Bürgern den guten Ruf des THW wieder herstellen."

"Man muss sich nun trennen"

"Nach dem Urteil prüft das THW nun weitere rechtliche Möglichkeiten, ob noch eine Beschäftigung des beurlaubten Funktionärs möglich ist", so Labitzke. Die Entschuldigung vor Gericht nahm er aber positiv auf. " Seine Entschuldigung für die Tat und sein Geständnis habe ich auch mit Erleichterung aufgefasst. Wir hoffen nun jedenfalls, dass das alles bald vorbei ist." Jetzt wird an einem Konzept gearbeitet, um den guten Ruf des Technischen Hilfswerks wieder herzustellen. Es soll unter anderem ein dynamischer Tag der offenen Tür im kommenden Jahr veranstaltet werden. Die Bürger sollen wieder die Gewissheit bekommen, dass ein solcher Skandal beim THW ein Einzelfall bleiben wird.

red is24 / tj

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser