Echte Polizisten treffen Rosenheim-Cops

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Flankiert von den Stadtführern Stefan Kirchner und Karin Wiesböck begrüßt Polizeidirektor Gert Achtziger alias Alexander Duda die "echten" Kommissare des "Blaulicht-Polizeivereins" vor seinem Dienstsitz, dem Rosenheimer Rathaus.

Rosenheim - Die Stadt Rosenheim wird zunehmend zur Pilgerstätte für echte und unechte Cops sowie für Fans der Fernsehserie um die Rosenheimer Kommissare Korbinian Hofer und seine Kollegen.

Die Tourist-Info Rosenheim hat bereits alle Hände voll zu tun, die stets gut besuchten Stadtführungen "Auf den Spuren der Rosenheim-Cops" abzudecken. Dieses Wochenende waren es sogar "echte" Münchener Kommissare, die auf den Spuren der Rosenheimer "Kult-Polizisten" wandelten und sich von diesen "fachliche" Aufklärung geben ließen.

Der "Münchener Blaulicht-Polizeiverein für Prävention und Bürgerbegegnung", der im Mai vorigen Jahres im Rittersaal des Polizeipräsidiums München gegründet wurde, war zur besonderen Stadtführung gekommen. Der Verein will durch gezielte Förderung Präventionsarbeit und Begegnung zwischen der Bevölkerung und ihrer Polizei stärken. Vorsitzender ist Münchens Polizeipräsident Professor Dr. Wilhelm Schmidtbauer. Prominente Gründungsmitglieder sind unter anderem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und Professorin Susanne Porsche, Filmproduzentin für die "Rosenheim-Cops" bei den Bavaria-Filmstudios.

Münchner Blaulicht-Verein in Rosenheim

Eine Besonderheit bei den Führungen ist, wenn die Schauspieler aus der TV-Serie die Stadtführungen begleiten, von Dreharbeiten und so manch lustiger Episode erzählen und anschließend die begehrten Autogramme verteilen. In der Vergangenheit gab sich bereits Polizeiobermeister "Michi Mohr" alias Max Müller, die Ehre. Diesmal plauderte der Chef, Polizeidirektor Gert Achtziger alias Schauspieler Alexander Duda, vor seinem zeitweiligen Dienstsitz, dem Rosenheimer Rathaus, mit seinen "Münchener Kollegen", um sich anschließend zum Fototermin mit den Fans zu stellen. Die echten Kriminaler erfuhren, dass Duda sich bereits in verschiedenen Fernsehserien einen Namen gemacht hat und seine ersten Kriminal-Erfahrungen in der ZDF-Serie "SOKO 5113" erworben hatte.

Bevor es nach dem Fototermin ins Gasthaus "Zum Johann Auer" ging, wo schon Kriminalhauptkommissar Joseph Hannesschläger alias Korbinian Hofer hin und wieder seine opulenten Mahlzeiten einzunehmen pflegte, hatten Stadtführerin Karin Wiesböck und Stadtführer Stefan Kirchner die Teilnehmer der besonderen Stadtführung zu einigen Original-Drehorten geführt und ihnen Höhepunkte sowie "Geschichtchen" erzählt.

Auch die Anfänge der erfolgreichen Serie, die im Jahre 2002 mit einem spektakulären Mordfall "Der Tote am See" anfing und bis heute auf 214 Folgen zurückblickt kann und jeweils rund fünf Millionen Zuschauer vor Heimkinos in Deutschland und Österreich lockt, fanden entsprechende Erwähnung.

Bilder von Dreharbeiten

Mord im Funkhaus Rosenheim

Die Drehorte für die "Rosenheim-Cops" sind fast ausschließlich im Raum Südbayern gelegen. Zahlreiche Szenen wurden in Rosenheims "guter Stube", auf dem Max-Josefs-Platz, gedreht und jedesmal staunten bei den Dreharbeiten Passanten, wenn die Kommandos "Ton ab - läuft", "Kamera ab - läuft" und "Klappe ab" über den Platz schallten.

Hofers Hof bleibt gehütetes Geheimnis

Dreharbeiten erfolgten auch an weiteren markanten Plätzen im Stadtgebiet - und wie so oft, wurde auch bei der Führung für die echten Kommissare nach dem idyllischen Bauernhof gefragt, auf dem Kriminalhauptkommissar Korbinian Hofer "auf dem Traktor sitzend" kriminalistische Gedankengänge anstellt und seiner Schwester Marie Hofer während der Dienstzeit hin und wieder beim Kühemelken hilft. Eine Antwort gab es auch diesmal nicht, und so wird das Geheimnis auch weiterhin bestens gehütet. Die echten Cops ließen die Ermittler in sich ruhen und nahmen es schmunzelnd zur Kenntnis.

je/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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