„Bedeutender Tag für den Kfz-Nachwuchs"

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Die Freisprechungsfeier der Kfz-Innung

Rosenheim - Keinen Nachwuchsmangel gibt es im Kfz-Handwerk in der Stadt und im Landkreis Rosenheim. Die wurde erneut bei der Freisprechung im Kultur- und Kongresszentrum deutlich.

Bei der Freisprechungsfeier der Kfz-Innung für München und Oberbayern, zu der auch Rosenheim gehört, erhielten 102 Mechatroniker unter ihnen zwei junge Damen ihre Gesellenbriefe und wurden feierlich ins Berufsleben entlassen. Der Geschäftsführer der Kfz-Innung, Andreas Brachem sprach in Vertretung des verhinderten Obermeisters von einem bedeutenden Tag für den Kfz-Nachwuchs.

Die Lage der Branche habe sich zwei Jahre nach der Abwrackprämie deutlich aufgehellt, die Tendenz sei positiv im Vergleich zu den Vorjahren, sagte Brachem. So sei im Januar die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in Oberbayern um 26 Prozent auf rund 21.500 Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Bereits 2010 verzeichne der Gebrauchtwagenhandel wieder einen Anstieg.

Großer Bedarf an Service

Insgesamt würde in Oberbayern die Hälfte aller bayerischen Neufahrzeuge zugelassen, ein Drittel des Gebrauchtwagenhandels von Bayern abgewickelt. Dementsprechend groß sei der Bedarf an Service, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Kraftfahrzeugen. Dieser Bedarf werde von rund 2000 Autohäusern und Kfz-Werkstätten der Innung München- und Oberbayern abgedeckt. Hiervon befänden sich allein in der Stadt und im Landkreis Rosenheim 180 Betriebe.

Die Leistung für die Autofahrer erbringen insbesondere die Mitarbeiter dieser Betriebe. In ganz Oberbayern seien im Herbst mit einem Plus von sieben Prozent rund 1200 technische Auszubildende und über 100 Automobilkaufleute gegenüber dem Vorjahr neu eingestellt worden. Auf Rosenheim bezogen entfallen hiervon etwa zehn Prozent, es wurden über 120 neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen.

Gesellenbrief als Eintrittskarte

An die jungen Gesellen gewendet sagte Brochem, der Gesellenbrief sei eine Eintrittskarte für viele verantwortliche Tätigkeiten im Kfz-Gewerbe. „Ein engagierter, gut ausgebildeter und zuverlässiger Kfz-Mechaniker wird nicht arbeitslos“. Zu Beginn der Freisprechungsfeier ermunterte der Prüfungsausschussvorsitzende Eberhard von Berswordt den Berufsnachwuchs sich auf dem Erreichten nicht auszuruhen und sich auf die kommenden Herausforderungen und die neuen Techniken weiterzubilden.

Der Leiter der Rosenheimer Berufsschule I, Oberstudiendirektor Gerhard Heindl, lobte in seiner Ansprache die Bereitschaft der Betriebe unvermindert weiter auszubilden. Den Absolventen, dem ersten Jahrgang der die schulische Berufsausbildung in Wasserburg absolviert hatte, bescheinigte er eine respektable Leistung. Er forderte die angehenden Gesellen auf Toleranz im Umgang mit anderen Menschen zu üben und sagte: “Vergessen sie nicht, sich Zeit zu nehmen für Menschen, die ihnen wichtig sind. Schauen sie nicht ständig auf den Staat. Besser ist es, sich auf die eigenen Füße zu stellen“.

Grußworte sprachen bei der Freisprechungsfeier Landrat Josef Neiderhell, Landtagsabgeordnete Annemarie Biechl, Rosenheims Bürgermeister Anton Heindl, Wasserburgs Bürgermeister Otto Zwiebelhofer und Schülersprecher Maximilian Maier.

Zum Schluss der Veranstaltung überreichten Andreas Brachem, Eberhard von Berswordt und Berufsschul- Fachlehrer Paul Simbürger an die Prüfungsbesten zum Gesellenbrief ein Präsent der Innung.

Wer wurde ausgezeichnet?

Ausgezeichnet wurden Martin Dorsch von der Firma Dorsch in Bad Aibling; Alexander Schneider, Firma Bader/Mainzl, Heufeld; Benjamin Stengl, Firma Hippo, Kolbermoor; Michael Mayer, Firma Mittermaier, Vogtareuth; Thomas Eder, Firma Wallner, Rosenheim; Toni Wolf, Auto Weber, Wasserburg, Max Maier, Firma Unterberger, Prien und als eines der zwei Mädchen Katharina Knorr, Firma Vodermayer, Rosenheim.

jre

Quelle: rosenheim24.de

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