Einführung des elektronischen Aufenthaltstitels

Rosenheim - Ab dem 1.September werden die bisherigen Aufenthaltstitel durch den elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) ersetzt. Bisherige Aufenthaltstitel behalten aber ihre Gültigkeit.

Ein Aufenthaltstitel berechtigt ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich befristet oder unbefristet in Deutschland oder der EU aufzuhalten. Zur Einführung des eAT wurden alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtet. Das Ziel hierbei ist, die Aufenthaltstitel der Europäischen Union zu vereinheitlichen und durch die Nutzung biometrischer Daten die Bindung zwischen Dokumenteninhabern und Dokument zu erhöhen und vor missbräuchlicher Nutzung zu schützen. EU-Staatsangehörige sind von der Einführung nicht betroffen.

Um die Datensicherheit zu gewährleisten, werden alle Informationen und Übertragungen durch ein Verschlüsselungsverfahren geschützt. Ein Berechtigungszertifikat regelt, wer auf die personenbezogenen Daten zugreifen darf. Nur berechtigten Stellen, wie beispielsweise die Polizei, wird der Zugriff erlaubt. Dagegen hat z.B. der Arbeitgeber keinen Zugriff auf die Chip-Daten.

Mit der Einführung des eAT zum 1. September 2011 muss nicht zwingend die "alte Etikette" gegen den neuen eAT ausgetauscht werden. Die bisherigen Aufenthaltstitel in den Reisepässen und Passersatzpapieren behalten für den Zeitraum für den sie erteilt wurden, längstens aber bis zum 31. August 2021, ihr Gültigkeit.

Die Herstellung des eAT erfolgt zentral bei der Bundesdruckerei in Berlin und kann zwischen drei und fünf Wochen dauern. Es wird deshalb empfohlen, die Verlängerung bereits ca. zwei Monate vor Ablauf des Aufenthaltstitels zu beantragen. Zur Beantragung ist es erforderlich, dass jede Person ab dem sechsten Lebensjahr persönlich zur Ausländerbehörde kommt, weil Fingerabdrücke genommen werden müssen.

Nähere Informationen können auch unter www.rosenheim.de abgerufen werden.

Pressemitteilung der Ausländerbehörden der Stadt Rosenheim und des Landratsamts Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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