Herzinfarkt, Steinschlag und Baumunfall

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Herzinfarkt auf dem Berg: Hier wird der Mann versorgt.

Schönau/Teisendorf/Schneizlreuth - Akute Notfalleinsätze für die Bergwachten am Samstag: Ein Waldarbeiter wurde vom Baum getroffen, ein Wanderer durch Steinschlag verletzt.

Waldarbeiter von Baum getroffen

Ein 54-jähriger Waldarbeiter ist am Samstagnachmittag oberhalb von Hochpoint am Teisenberg von einem Baum getroffen worden, wobei er den schweren Forstunfall nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes relativ glimpflich mit Prellungen und einer Quetschung überstand.

Die Leitstelle Traunstein schickte um 14.15 Uhr das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen aus Ruhpolding, der Motorradstreife aus dem Berchtesgadener Land und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ zum Unfallort. Da der Pilot an der Unfallstelle zwischen den Bäumen nicht landen konnte, stoppte er kurzerhand ein Polizeifahrzeug, indem er direkt vor den Beamten auf der Straße zur Landung ging. Die Polizisten brachten Notarzt und Rettungsassistent zum Verletzten. Der Mann wurde danach per Rettungswagen ins Klinikum Traunstein eingeliefert.

Herzinfarkt auf dem Berg

Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger und die Besatzung des Münchner Rettungshubschraubers „Christoph 1“ haben am Samstagabend einen 48-jährigen Kletterer vom Schuttkar unterhalb des Wartsteinbands (Reiter Alpe) gerettet. Der Münchner hatte in der sechsten Seillänge der weiter östlich in der Nordwand des Hirschecks gelegenen Kletterroute „Lachende Steine“ einen Herzinfarkt erlitten. Trotzdem seilte er sich noch zusammen mit seinem Kletterpartner ab und versuchte am Feuerhörndl vorbei zu Fuß zurück ins Tal zu kommen. Gegen 17.15 Uhr musste er aber im Kar unterhalb des Wartsteinbands einen Notruf absetzen, da sich sein Zustand massiv verschlechtert hatte.

Wanderer durch Steinschlag verletzt

Kurz hintereinander sind am Samstagnachmittag vom Watzmann zwei Notrufe eingegangen. Gegen 16.10 Uhr verletzte sich eine Frau ungefähr auf halber Strecke zwischen Watzmannhaus und Falzalm am Fuß, rund zehn Minuten später meldeten sich zwei 17 und 18 Jahre alte Baden-Württemberger aus der Watzmann-Ostwand, da der 18-Jährige in einer Höhe von rund 2.200 Metern durch einen Steinschlag am Knie verletzt worden war. Die beiden versuchten noch selbst abzusteigen, forderten dann aber zwischen Schuttkar und Wasserfallplatte Hilfe an.

Der Einsatzleiter der Bergwacht Ramsau ließ den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ direkt zum Wanderunfall unterhalb des Watzmannhauses fliegen. Der Pilot konnte den Notarzt im Schwebeflug aussteigen lassen und ihn danach zusammen mit der Frau wieder aufnehmen, die zum Landeskrankenhaus Salzburg geflogen wurde.

Währenddessen flog die Besatzung von „Christoph 14“ mit einem Bergwacht-Luftretter aus Berchtesgaden zum Zwischenlandeplatz auf die Halbinsel St. Bartholomä. Der verletzte 18-Jährige und sein Begleiter wurden jeweils in einem Rettungssitz gesichert und mit dem sieben Meter kurzen Tau ausgeflogen. Der Luftretter musste dabei in die Rinne zu den jungen Männern absteigen, sie sichern und für den Flug vorbereiten. Nach notärztlicher Versorgung in St. Bartholomä gings per Hubschrauber weiter zum Schneewinkel-Landeplatz, wo eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes den verletzten 18-Jährigen übernahm und ihn in die Kreisklinik Berchtesgaden brachte.

Pressemitteilungen BRK Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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