Zugstrecke Kufstein - Rosenheim zweimal gesperrt

Auf Güterzügen: Migranten wählen lebensgefährlichen Fluchtweg 

Kiefersfelden - Zweimal ist die Zugstrecke Kufstein - Rosenheim am Mittwochmorgen gesperrt gewesen. Auslöser waren in beiden Fällen Migranten, die lebensgefährliche Fahrten auf den Güterzügen in Kauf genommen hatten. 

Update, 13 Uhr 

Zwischen 5 Uhr und 6 Uhr sprang ein Mann von einem Güterzug, der bei Oberaudorf zum Stehen kam. Der Afrikaner begab sich zum nahegelegenen Bahnhof und stieg in einen Regionalzug. Ein Polizeibeamter, der mit diesem Zug zur Arbeit fuhr, begleitete den unerlaubt Eingereisten bis Rosenheim, wo er von der verständigten Bundespolizei bereits erwartet wurde. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um einen 27-jährigen Nigerianer, der sich wohl bereits in Italien auf dem Güterzug versteckt haben dürfte.

Gegen 7.40 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Bahn die Bundespolizei, dass sich auf einem weiteren Güterzug zwischen Österreich und Deutschland etwa fünf Personen befänden. Tatsächlich trafen die Bundespolizisten auf Höhe Kiefersfelden drei afrikanische Migranten an, die offenbar vom Zug gesprungen waren.

Die beiden Männer und die Frau waren unverletzt. Sie gaben an, ursprünglich aus Nigeria zu stammen. Die Absuche des Gleisbereichs wurde von einem Polizeihubschrauber der Bundespolizei unterstützt. Weitere Personen konnten im näheren Umfeld jedoch nicht gefunden werden.

Ab 9 Uhr wurde die Strecke Kufstein – Rosenheim wieder für den normalen Zugbetrieb freigegeben. Die nigerianischen Staatsangehörigen sind zur Bundespolizeiinspektion in Rosenheim gebracht worden. Dort werden sie registriert und auch zu den Hintergründen der Güterzug-Fahrten befragt.

Erstmeldung

Gegen 7.40 wurde von Lokführern gemeldet, dass sich auf der Bahnstrecke bei Kiefersfelden Personen aufhielten. Daraufhin wurde die Strecke Kufstein - Rosenheim kurzzeitig komplett gesperrt, wie Rainer Scharf, Pressesprecher der Rosenheimer Bundespolizei, auf Nachfrage von rosenheim24.de mitteilt. Bundespolizisten suchten das Gelände nach den gesichteten Personen ab. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. 

Fahrplanabweichungen des Meridian

Insgesamt seien fünf Personen gesichtet worden, von denen bislang drei gefunden wurden, so der Pressesprecher der Rosenheimer Bundespolizei weiter.

Bei den Personen handele es vermutlich um Migranten, so die Information Bundespolizeiinspektion Rosenheim. Die Sperre wurde um 8.22 Uhr wieder aufgehoben.

srs/Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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