Angebliche Vergewaltigung von Flüchtlingsmädchen in Erding

Gebirgsjäger: "Haben selbst höchstes Interesse an Aufklärung!"

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Erding/Bischofswiesen - Dieser Fall gibt weiterhin Rätsel auf: Im Mittelpunkt steht ein Soldat des Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen. Konkret geht es um die vermeintliche Mehrfachvergewaltigung eines Flüchtlingsmädchens in Erding. Jetzt ha

UPDATE, 16.05 Uhr - Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23:

Jetzt hat sich die Gebirgsjägerbrigade 23 mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt. Darin heißt es:

  • Der Gebirgsjägerbrigade 23 sind die Schilderungen eines Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232 im Rahmen eines Strafprozesses wegen seiner eigenmächtigen Abwesenheit zu einer angeblich beobachteten Vergewaltigung bekannt.
  • Der Soldat wurde wegen seiner eigenmächtigen Abwesenheit vom Amtsgericht Laufen verurteilt.
  • Aufgrund der Aussage des Soldaten im o.g. Verfahren zu einer angeblich beobachteten Vergewaltigung wurde ein weiteres Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Landshut eingeleitet. Zu diesem laufenden Verfahren können keine Aussagen gemacht werden. Dies obliegt der Staatsanwaltschaft Landshut.
  • Die Gebirgsjägerbrigade 23 und das Gebirgsjägerbataillon 232 unterstützen aktiv die Ermittlungen des dargestellten Sachverhaltes und haben selbst höchstes Interesse an einer Aufklärung.
  • Bei der Vernehmung eines Soldaten durch Strafverfolgungsbehörden muss aufgrund gesetzlicher Bestimmungen grundsätzlich eine Aussagegenehmigung eingeholt werden, sofern dienstliche Angelegenheiten berührt werden.
  • Ein Ersuchen der ermittelnden Staatsanwaltschaft Landshut um Erteilung der Aussagegenehmigung für den als Zeugen zu vernehmenden Soldaten ist beim Gebirgsjägerbataillon 232 am 22. März eingegangen. Die Aussagegenehmigung wurde in einem Schreiben vom 10. April an die Staatsanwaltschaft erteilt.
  • Aufgrund des laufenden Auslandseinsatzes des Gebirgsjägerbataillons 232 konnte die Anfrage nicht schneller bearbeitet werden.

Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23

Die Erstmeldung:

Der Soldat ist im Jahr 2015 nach Erding abkommandiert gewesen. Wegen Fahnenflucht hat er sich im Januar vor dem Amtsgericht Laufen verantworten müssen. Dabei hat er auch behauptet, dass in Erding damals ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt worden ist. Auf Grund seiner Aussage hat die Staatsanwaltschaft mit Ermittlungen begonnen. Mittlerweile zeichnet sich aber immer mehr ab: Es könnte eine reine Schutzbehauptung des Soldaten gewesen sein. Weder die Polizei noch das Rote Kreuz sowie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben von der Vergewaltigung etwas mitbekommen. Hat der Soldat die Vergewaltigung also nur erfunden?

Nach Informationen von merkur.de ist der Soldat vernommen worden. Er verweigert jedoch die Aussage. Zudem hat er darauf verwiesen, dass noch keine Aussagegenehmigung seines Dienstherrn vorliegt. Laut der Staatsanwaltschaft ist in der Jägerkaserne beim Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen zweimal um die Genehmigung gebeten worden. Bisher gibt es aber keine Freigabe. merkur.de berichtet, dass der zuständige Kommandeur im Einsatz sei und sich dessen Stellvertreter angeblich im Urlaub befinde.

Verweigert die Bundeswehr die Mitarbeit, wird der Fall wohl nie aufgeklärt. "Dann kommen wir nicht weiter“, sagte ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Landshut gegenüber dem Merkur.

mw

Quelle: BGland24.de

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