Erkennen Sie diesen bayerischen Minister?

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Markus Söder als Punk verkleidet.

Veitshöchheim - Bei der “Fastnacht in Franken“ sind die bayerischen Politiker wieder ordentlich durch den Kakao gezogen worden. Hochrangige Minister fielen durch skurrile Verkleidungen auf.

Update vom 5. Februar 2015: In welchem Kostüm erscheint Markus Söder dieses Jahr in Veitshöchheim? Diese Frage können wir Ihnen nicht beantworten, dafür haben wir viele andere interessante Informationen für unsere große Vorschau zur "Fastnacht in Franken" 2015 für Sie zusammengetragen.

Griechenland-Krise, “Lügen-Wulff“, bayerischer Wahlkampf, FDP-Absturz und Guttenberg - die bayerischen Narren hatten zur “Fastnacht in Franken“ viel zu lästern und haben wie in jedem Jahr dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Vor einem Millionenpublikum ließen Fastnachtsgrößen wie Michl Müller, das Duo “Waltraud und Mariechen“ oder Bauchredner Pierre Ruby während der live im Bayerischen Fernsehen übertragenen Sendung am Freitag kaum ein gutes Haar an ihren prominenten Gästen.

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) blieb sich bei der Kostümierung treu. Wie schon in den Vorjahren kam er unverkleidet. Diesmal jedoch wegen Zeitdrucks statt im Smoking im grauen Anzug und mit einer pinkfarbenen Krawatte. Die “Altneihauser Feierwehrkapell'n“ kommentierte: “Der Horst hat auf's Kostüm verzichtet, weil sein Gesicht genug anrichtet.“

Fastnacht in Franken: Hätten Sie diese Politiker erkannt?

Fastnacht in Franken: Hätten Sie diese Politiker erkannt?

Absolute Hingucker unter der versammelten Polit-Prominenz waren jedoch Finanzminister Markus Söder (CSU) und seine Frau, die als Punker kamen. Auch der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein begeisterte mit seinem Kostüm. Der Franke und seine Frau verkleideten sich als Rotkäppchen und der Wolf.

Auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) warf sich bei seinem “Fastnachts“-Debüt ordentlich in Schale und erschien als Musketier. Er freute sich vor Beginn der Show auf ein “mordsmäßiges Erlebnis“. Doch auch Neulinge werden in Veitshöchheim von den Kabarettisten nicht verschont: Ude ist am Abend eine beliebte Zielscheibe für Hohn und Spott. So musste sich der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl den Vorwurf gefallen lassen, nur für den Stimmenfang zur Prunksitzung des Fastnacht-Verbandes nach Veitshöchheim gekommen zu sein.

Auch Sitzungspräsident Bernd Händel fand spöttische Worte. Der Politiker habe durch seine Reise in den Norden Bayerns endlich erfahren, dass Franken doch nicht so nah am Kongo liege, wie er immer gedacht habe, lästerte er. Als “alten Silberrücken“ und “Prosit-Christian“ bezeichnete die Feierwehrkapell'n den Münchner OB. “Für Bayerns totgeglaubte SPD, tritt ein abgehalfterter OB, den München nicht mehr brauchen kann, zur Landtagswahl in Bayern an. Und die alte Bude heißt bekanntlich Christian Ude“, reimten die Musiker.

Ude nahm es sportlich und lachte viel und herzhaft. Den Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ließ die Kapelle ebenfalls nicht aus. “Der würde sich noch nicht mal schämen, Dolly Buster aufzunehmen“, sagten sie mit spitzer Zunge.

Das Komiker-Duo Martin Rassau und Volker Heißmann fand als die schrulligen Witwen “Waltraud und Mariechen“ sogar den Grund für den Niedergang der Drogeriekette Schlecker: “Kaum dass der Guttenberg kein Haargel mehr nimmt, schon ist Schlecker pleite“, scherzten die Fastnachtslieblinge.

Die Komiker lästerten zudem fleißig über den Absturz der FDP mit “Luschi“ Philipp Rösler an der Spitze und den Bundespräsidenten Christian Wulff. Die “Feierwehrkapell'n“ sagte dazu: “Die FDP-Prozente sind auf Wulff'schem Zinsniveau“. Die Nilpferd-Dame und Stewardess Amanda von Bauchredner Ruby wollte die FDP nicht einmal in ihrem Flugzeug mitnehmen. “Mit denen kannst du nur abstürzen.“

Auch andere Skandale und Krisen wurden nicht ausgelassen. Kabarettist Michl Müller hatte zur Griechenland-Krise den passenden Kommentar: “Jahrelang haben wir geglaubt, der Ouzo beim Griechen war umsonst. Jetzt haben wir die Rechnung bekommen.“

Begleitet von den üblichen Buh-Rufen, zogen die Nachbarn aus der Oberpfalz aber auch über die Gastgeber her: “Obwohls in Mainz viel schöner wär', müssen wir nach Franken her. (...)Veitshöchheim heißt der Ort. Wer herkommt, will gleich wieder fort. Hier halten Omnibus-Insassen sonst nicht einmal zum Wasserlassen.“

dpa

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