Erlenau: Handelt es sich um zwei Männer?

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Rosenheim - Vor rund zwei Wochen wurde ein Sechsjähriger sexuell missbraucht, weitere Kinder wurden verdächtig angesprochen. Nun ist klar: Es muss sich nicht um denselben Mann handeln.

Am 18. August kam es in der Widerstraße, in deren näheren Umgebung auch die Volksschule Rosenheim Erlenau liegt, zu einem sexuellen Übergriff: Ein unbekannter Täter zwang einen sechsjährigen Buben zu sexuellen Handlungen.

Zwei Tage später, am 20. August, wurde die Polizei nochmals alarmiert. Drei Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren wurden in der knapp einen Kilometer entfernten Gabelsbergerstraße ebenfalls auf verdächtige Weise angeredet.

En sexueller Hintergrund war in der Ansprache des Mannes an die drei Kinder nicht zu erkennen, wie rosenheim24.de von Polizeisprecher Frank Konrad erfuhr. "Dennoch wird so ein Fall natürlich aktenkundig gemacht und von uns sehr ernst genommen", fährt Konrad fort. In der Regel macht sich ein 35-Jähriger alleine durch die Tatsache verdächtig, sechsjährige Kinder einfach so anzusprechen. Gerade, wenn zwei Tage zuvor ein sexueller Übergriff auf ein Kind stattfand. Was der Unbekannte den Kindern sagte, sei allerdings Täterwissen und werde somit nicht preisgegeben.

Körpergröße, ungefähres Alter und Haarlänge ließen auf ein und denselben Unbekannten schließen. Vor allem aber ähnelten sich die Aussagen aller vier Kinder in einem Detail: Der Mann trug nach Aussagen der Kinder ein markantes Bartband von Ohr zu Ohr.

Bislang konnte noch kein Fahndungserfolg vermerkt werden, die Ermittlungen laufen aber immer noch auf Hochtouren, wie Polizeisprecher Frank Konrad gegenüber rosenheim24.de bestätigte. Doch trotz der Paralellen und der sich sehr ähnlichen Beschreibung der äußeren Erscheinung, erklärt der Polizeisprecher: "Die Ermittlungen versteifen sich nicht darauf, dass es sich um ein und denselben Mann handelt und laufen in alle Richtungen." Es kann somit also nicht ausgeschlossen werden, dass die Kinder von zwei unterschiedlichen Männern angesprochen, beziehungsweise zu sexuellen Handlungen genötigt wurden.

Die Beschreibungen der beiden Männer im Vergleich:

Der Sex-Täter vom 18. August wird wie folgt beschrieben: Zwischen 25 und 40 Jahre alt und kurze dunkle Haare. Er trug eine dunkle Hose, möglicherweise eine Tarnhose, einen Kapuzenpulli sowie ein Baseballcap. Zudem soll er ein auffälliges Bartband von Ohr zu Ohr tragen, es wird als ein schmaler Bartstreifen beschrieben.

Der Unbekannte aus der Gabelsbergerstraße wird wie folgt beschrieben: Um die 30 Jahre alt, rund 175 cm groß, normale Figur, braune, etwa zwei bis drei Zentimeter lange Haare und ein Unterlippenbart der als Band von Ohr zu Ohr verläuft. Er trug eine dunkelblaue Jeans mit Knieeinschnitten, einen roten Kapuzenpulli mit einer Aufschrift und eine tarnfarbene/braune Kappe.

Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 08031/2000. Hinweise nimmt auch jede andere Polizeidienststelle entgegen. Im Eilfall können Erkenntnisse auch über Notruf 110 gemeldet werden.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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