Erste Störche in Bayern eingetroffen

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Polizeistorch "Kuno" steht in Straubing (Niederbayern) auf seinem Horst.

Hilpoltstein - Der Frühling kündigt sich an: In Bayern sind nach Beobachtungen von Vogelschützern die ersten Störche aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt.

Besetzt seien inzwischen Storchennester im niederbayerischen Abensberg, in Neustadt an der Donau, im mittelfränkischen Wilburgstetten und Triesdorf sowie in Thannhausen und Ziemetshausen in Schwaben, berichtete der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Montag in Hilpoltstein. “Das ist die Vorhut, die uns den baldigen Frühling ankündigt“, sagte die Weißstorchbeauftragte des LBV, Oda Wieding, laut Mitteilung.

Die Expertin vermutet, dass die frühen Ankömmlinge in Spanien überwintert haben und nun versuchen, mit ihrer frühen Rückkehr die besten Nester zu besetzen. Dass Störche teils schon Mitte Februar in ihr Sommerquartier zurückkehren, sei inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr. Dacharbeiten in der Nähe eines Storchennestes sollten daher möglichst bis Ende Februar abgeschlossen sein. “Einige Weißstörche verbringen mittlerweile den Winter bei uns“, berichtet Wieding.

Gespannt sei man beim LBV, ob sich in diesem Jahr die Zahl der Störche weiter erhöht. Letztes Jahr hätten Vogelschützer 219 Storchenpaare in ganz Bayern gezählt, 2009 waren es lediglich 189 Paare. Dabei habe im vergangenen Jahr häufiger, starker Regen vielen Storchenpaaren die Aufzucht der Jungvögel erschwert. “Wir hoffen, dass die Weißstörche 2011 wieder mehr Junge aufziehen können“, sagte Wieding. Damit die Störche genügend Futter für die Jungen finden, bemüht sich der LBV zusammen mit dem Landesamt für Umwelt darum, spezielle Wiesen für die Nahrungssuche zu erhalten.

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