Erster Schritt zum Justizzentrum

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Rosenheim/Landkreis - Mit der offiziellen Einweihung und Schlüsselübergabe des ersten Teilneubaus in der Kufsteiner Straße 32 wurde jetzt der erste Schritt zum künftigen Justizzentrum Rosenheim getan.

Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Evelin Lux, Leiterin des staatlichen Bauamts in Rosenheim, zeigten ihre Freude und Zufriedenheit über das entstandene Bauwerk, mahnten in ihren Grußworten aber auch die alsbaldige Weiterentwicklung und Fertigstellung des Justizzentrums an.

Ministerialdirektor Dr. Schön, Amtschef im Justizministerium, bedankte sich bei allen Beteiligten, goss aber dabei Wasser in den Wein der Festtagsfreude. Der vorgegebene Sparzwang in dem engen Haushaltskorsett müsse sich im Bereich der Justiz auf die Baumaßnahmen auswirken. "Zwar kann der Bürger erwarten, dass Schicksalsentscheidungen für ihn nicht in einem Hinterhof, sondern in angemessener Atmosphäre verhandelt und entschieden werden, jedoch ist die Verwirklichung solcher Pläne zwingend von den finanziellen Möglichkeiten abhängig", so Schön

Der Freistaat Bayern hat 1991 auf dem Beilhack-Gelände die notwendigen Grundstücke erworben und nun ist 2010 der erste Bauabschnitt verwirklicht. Daraus lässt sich die künftige Abfolge realistisch einordnen.

Dass es sich bei dem funktionellen und hellen Gebäude um einen reinen Zweckbau ohne überflüssiges Beiwerk handelt, wurde allen Festgästen klar, als sie sich in dem knappen Eingangsbereich versammelt hatten. Die optimale, zweckmäßige Nutzung des verfügbaren Raumes war die oberste Prämisse für den neuen Bau. Dort sind nun das Grundbuchamt und das Betreuungsgericht, früher Vormundschaftsgericht genannt, untergebracht.

Dekanin Hanna Wirth und Diakon Hans Mair erbaten Gottes Segen für das Haus, die Mitarbeiter und die Aufgaben der Justiz, nachdem Evelin Lux den goldenen Schlüssel des Hauses an Amtsgerichtsdirektorin Helga Gold überreicht hatte. Der "rote Faden", der sich durch das neue Justizgebäude ziehen soll, ist ein Werk des Künstlers Alfred Kurz, das sich vor dem Eingang befindet und Raum für Interpretationen lässt.

Auch im alten Gerichtsgebäude in der Bismarckstraße herrscht derzeit reges Umzugstreiben. Im Zuge der Umstrukturierung werden die Büros von Nachlass- und Vollstreckungsbereich bürgerfreundlich in das Erdgeschoss verlegt. Weil die Mittel, wie bereits erwähnt, knapp sind, muss darauf verzichtet werden, bei der Gelegenheit eigentlich notwendige Renovierungen vorzunehmen.

au/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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