Expedition: Rosenheimerin klettert in Albanien

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Freut sich auf Albanien: Kärcher beim Klettern.

Rosenheim/Tirana - Magdalena Kärcher aus Rosenheim ist eine von acht jungen Frauen, die an der ersten Mädchen-Expedition des Deutschen Alpenvereins teilnehmen. Ihr Ziel ist Albanien.

Magdalena Kärcher (19) aus Rosenheim ist eine von acht jungen Frauen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren, die an der ersten Mädchen-Expedition der Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) teilnehmen. Ihr Ziel ist Albanien - und dort die 800 Meter hohe Südwand des Arapi.

Auf landes- und bundesweiten Wettkämpfen hat sich das "Rock&Bloc-Team", eine Sportklettergruppe der DAV-Sektion Rosenheim, schon einen Namen gemacht. Nun bietet sich für die 19-jährige Magdalena Kärcher, Trainerin im Rock&Bloc-Team und erfolgreiche Wettkampfkletterin, die Chance, sich auf ganz anderem Terrain zu beweisen. Mit sieben weiteren jungen Frauen geht es im Juli zum Arapi nach Albanien.

Premieren-Team: Diese acht jungen Frauen aus ganz Deutschland nehmen an der ersten Mädchen-Expedition teil. Dritte von rechts: die Rosenheimerin Magdalena Kärcher.

2010 ist es gelungen, erstmals eine Route durch die anspruchsvolle Südwand zu durchklettern. Diese Linie wird den Mädchen als Grundlage dienen, um einen weiteren Weg zu erschließen - eine richtige Erstbegehung also. Begleitet wird die vierwöchige Sportkletterexpedition (24. Juli bis 20. August) von drei Trainern (Teamern), unter ihnen Ferdinand Triller aus Augsburg, der bei der letztjährigen Arapi-Erstbegehung dabei war und auch die Idee zu der Aktion hatte. Seinen Beobachtungen zufolge sind Mädchen zwar immer mehr auf Wettkämpfen und beim Sportklettern anzutreffen, doch auf Expeditionen herrscht noch ein großes Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen.

Zunächst reisen die acht Mädchen - sie kommen aus ganz Deutschland - in die Hauptstadt Tirana, um dort in einem Sportklettergebiet eine Woche für das große Ziel - den Arapi - zu trainieren. Anschließend werden sie drei Wochen zu Füßen des des 2217 Meter hohen Arapi verbringen und sich neben den Versuchen an einer Neuroute diversen sozialen und ökologischen Projekten widmen. Unter anderem werden sie beim Wegebau helfen und Workshops zu Umwelt- und Naturschutz mit Kindern der dortigen Schule durchführen.

Magdalena Kärcher steckt schon mitten in den Vorbereitungen für die Expedition, welche die Mädchen weitgehend selbst in die Hand nehmen, um spätere Exkursionen ganz selbstständig in die Hand nehmen zu können. So kümmert sich eine um die Anfahrt mit der Fähre, eine führt eine genaue Materialliste, eine kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit. Auch für die Rosenheimerin gibt es viel zu tun, aber den Aufwand nimmt sie gern in Kauf.

Ein Fernsehteam des Bergsteigermagazins "Bergauf-Bergab" begleitet die Gruppe bei ihrem Abenteuer im nordalbanischen Teil der Dinariden. Gezeigt wird die Gruppe bei Wandertouren in den Nationalparks von Thethi und Valbona und bei Erkundungen einer unerforschten Höhle tief im Karstgestein.

Die JDAV will mit der Tour neue Maßstäbe in der nachhaltigen Durchführung von Expeditionen setzen. In enger Zusammenarbeit mit albanischen Kletterern, der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der örtlichen Schule und dem Balkan-Peace-Park- Projekt engagieren sich die acht jungen Frauen in verschiedenen Projekten: Auf dem Programm steht unter anderem eine Wanderung nach Montenegro mit Kindern aus dem dortigen Theti-Tal, ein Ländervergleich Deutschland-Albanien sowie ein Nachmittag nur mit den Mädchen des Tals. Auch junge Kletterer aus Bosnien, Albanien und dem Kosovo werden die Mädchen in ihrem Basislager besuchen.

ms/ls/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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