Radeln ohne Licht lebensgefährlich

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Rosenheim - Die dunkle Jahreszeit ist da - und nun sind sie schon am frühen Abend nicht mehr zu sehen: All die Radfahrer, die ohne Licht unterwegs sind.

Auch in diesem Herbst machte der Kreisverband Rosenheim des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), unterstützt von Fahrradgeschäften, mit einem Informationsstand in der Innenstadt auf das Problem aufmerksam.

Radfahren ohne Licht ist nicht "cool" und auch kein Kavaliersdelikt. Es ist für alle Verkehrsteilnehmer äußerst gefährlich, am gefährlichsten aber ist es für die Radfahrenden selbst. Umso erschreckender ist es, dass auch viele Kinder und Jugendliche ohne Fahrradlicht am Straßenverkehr teilnehmen.

Dass Radfahrer ohne Licht unterwegs sind, hat unterschiedliche Gründe: Viele Räder wie Mountainbikes und Rennräder werden als Sportgeräte ohne Lichtanlage verkauft und auch im Straßenverkehr genutzt. Bei anderen Rädern funktioniert der Dynamo nicht richtig, Glühlampen sind kaputt oder Kontakte defekt.

Auch wenn viele froh sind, wenn am Rad überhaupt Licht ist, sollten Radfahrende doch wissen, was rechtlich zugelassen ist: Räder, die im Straßenverkehr benutzt werden, benötigen eine Dynamo-Lichtanlage mit Scheinwerfer und Rücklicht als aktive Beleuchtung. Als passive Beleuchtungskomponenten erforderlich sind Speichenstrahler, Pedalrückstrahler, ein Großflächen- und kleiner Rückstrahler sowie ein weißer Frontreflektor.

Im Gegensatz zum früher geläufigen Seitenläufer funktioniert ein Nabendynamo fast reibungslos und wartungsfrei auch bei Schnee und Regen. LED-Scheinwerfer sind bedeutend heller als herkömmliche Glühbirnchen und Halogenlampen, sie geben schon bei langsamem Fahren viel Licht und gehen kaum mal kaputt. Mit einer Standlichtfunktion ausgestattet, leuchten sie noch nach, wenn das Rad an einer Kreuzung stehen bleiben muss. Mit Sensortechnik versehen schalten sie sich bei einsetzender Dämmerung sogar von alleine ein.

Radfahrer nahmen von der Lichtaktion nicht nur Informationen mit nach Hause. Kleinere Defekte am Fahrradlicht wurden gleich am Stand repariert. Bei aufwendigeren Reparaturen erhielten die radfahrenden Passanten Gutscheine, mit denen ihnen bei einer Reparatur in Rosenheimer Fahrradgeschäften ein Bonus gutgeschrieben werden.

Der ADFC appelliert an alle Radfahrenden und vor allem auch an Eltern radelnder Kinder dringend, Räder ohne Licht nachzurüsten und Reparaturen nicht aufzuschieben: Nicht gesehen werden kann tödlich sein.

Morgen, Dienstag, 9. November, wird zwischen 17 und 19 Uhr in der Münchener Straße vor dem Sporthaus Ankirchner eine weitere Beleuchtungs-Prüfung des ADFC stattfinden.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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