Freie Fahrt auf der Westtangente!

Dobrindt: "Ohne Mobilität keine Prosperität"

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Zahlreiche Vertreter der heimischen Politik beteiligten sich an der feierlichen Freigabe der Westtangente am Montag Nachmittag
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Rosenheim - Mit einer Feierstunde wurde am Montag Nachmittag der erste Bauabschnitt der Westtangente offiziell für den Verkehr freigegeben. Der Bundesverkehrsminister gibt einen Ausblick:

"Das ist ein erster Etappensieg, den wir hier und heute feiern können, das beweist schon das hochkarätige Publikum", begrüßte der Bereichsleiter Straßenbau des Staatlichen Bauamts Rosenheim, Christian Rehm, die zahlreich erschienen Vertreter der Behörden und der lokalen und überregionalen Politik bei der offiziellen Verkehrsfreigabe des ersten Bauabschnitts der Westtangente am Montag Nachmittag.

Zusammen mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, MdB Daniela Ludwig, MdL Otto Lederer, MdL Klaus Stöttner, Landrat Wolfgang Berthaler, Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo, sowie vielen weiteren Anwesenden, übergab er den 3,5 Kilometer langen Straßenabschnitt zwischen der A8 und der Anschlussstelle an der St2078 zwischen Rosenheim und Kolbermoor an den Verkehr. Seit 18 Uhr können Autofahrer die neue Trasse befahren. 

"Hoffen auf Entlastung für Anwohner"

Nach rund drei Jahren Bauzeit und Investitionen in Höhe von knapp 23,5 Mio. Euro sei Rehm stolz, nun den Rahmen für eine positive Perspektive bieten zu können. "Eine leistungsfähige Infrastruktur ist das Rückgrat für künftige Entwicklungen", fasste er dabei seine Überlegungen zusammen, richtete aber gleichzeitig sein Wort an die Vertreter der Politik: "Wir haben noch einiges vor und können das Geld gut gebrauchen." Vergleiche man den Zustand der Kreis-Straßen mit denen des Bundes, sei zwar oft ein Defizit bei den überregionalen Verkehrswegen zu erkennen, man wolle künftig in diesem Bereich aber aufholen, schloss Bereichsleiter Rehm.

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Hintergrundinfos zum ersten Bauabschnitt der Westtangente

"Der Bund hat mit seiner Millionen-Investition etwas richtig gemacht", erkannte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, nach den einleitenden Worten seines Vorredners. Nach einer ersten Welle der Entlastung mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts für alle Anwohner der alten B15 durch den Kern von Rosenheim, zeigte sich Dobrindt zuversichtlich, auch künftig für weniger Lärm und auch Abgase in der Innenstadt mit seiner Entscheidung für die Westtangente gesorgt zu haben. Nachdem sich der Minister im vergangenen Jahr vor Ort über die Situation informiert hatte, sei seine Entscheidung, grünes Licht auch für die Finanzierung der restlichen drei Bauabschnitte zu geben, schnell gefallen. "Ohne Mobilität, keine Prosperität", griff er den Gedanken seines Vorredners auf und unterstrich die zentrale Bedeutung funktionierender Infrastruktur für die wirtschaftliche Perspektive einer Region.

Um seine Argumentation zu unterstreichen führte Verkehrsminister Dobrindt an, dass der Bund künftig Investitionsmittel im Bereich Verkehr um insgesamt 40 Prozent, von derzeit 10,5 Milliarden auf 14 Milliarden Euro steigern wolle. Zudem kündigte er an, dass er die Debatte um die PKW-Maut in Deutschland, wenn nötig auch vor den Europäischen Gerichtshof tragen wolle. "Die EU liegt falsch. Gerechtigkeit siegt", so der Minister in Richtung Brüssel.

"Gebaut wird da, wo in den Ländern die Hausaufgaben gemacht wurden", richtete Alexander Dobrindt anschließend seinen Blick wieder auf den Freistaat: "Ich werde weiter dafür sorgen, dass ausreichend Geld nach Bayern kommt", so der Minister auch in Bezug auf den Ausbau der A8 von Rosenheim bis zur Landesgrenze bei Salzburg.

Bilder von der Verkehrsfreigabe am Montag

Bilder von der Freigabe am Montag

"Rosenheim atmet tief durch"

So schnell wie möglich soll nun Schluss sein mit dem "Schwerlastverkehr durch die gute Stube", erklärte MdB Daniela Ludwig im Rahmen der Verkehrsfreigabe. Spätestens im Jahr 2020, zur geplanten Fertigstellung des Projekts "Westtangente", könne Rosenheim schließlich wieder durchatmen und sich zurück zur charmanten Innenstadt entwickeln, so die Bundestagsabgeordnete.

"Wir zahlen Steuern und sind jetzt froh, dass etwas zurückkommt", ergänzte Landrat Wolfgang Berthaler, der in seinen kurzen Grußworten das Hauptaugenmerk auf die Anwohner der bestehenden Verkehrsführung legte. "Menschen leben hier, die müssen wir so gut es geht schützen", so der Landrat.

Besonders der pragmatische Ansatz des Verkehrsministers unter dem Motto "einfach machen", wusste Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zu würdigen. Habe man in der Vergangenheit beim Anliegen, eine Umfahrung für Rosenheim zu realisieren, mit allen Beteiligten an einem Strang gezogen, freue es die Oberbürgermeisterin nun umso mehr, dass auch die Fortführung des Projekts bereits gewährleistet sei. Nach einer unfallfreien Herstellung der Straße, wünschte sich Gabriele Bauer nun einen möglichst unfallfreien Betrieb der Trasse.

Der erste Bauabschnitt der Westtangente von Oben

Quelle: rosenheim24.de

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