"Oldschool Society"

Razzia: "Vize" in Mühldorf festgenommen

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Das von einem Computermonitor am 06.05.2015 abfotografierte Logo der Facebook-Seite der "Oldschool Society". Die Bundesanwaltschaft hat bei Razzien in mehreren Bundesländern am Mittwoch vier mutmaßliche Rechtsextremisten festnehmen lassen. Die drei Männer und eine Frau stehen demnach in dem dringenden Verdacht, gemeinsam mit anderen die rechtsterroristische Vereinigung "Oldschool Society" (OSS) gegründet und Anschläge auf Moscheen und Asylbewerberheime geplant zu haben.

Mühldorf - Bei einer Großrazzia gegen die rechtsextreme Gruppe "Oldschool Society" nahm die Polizei auch drei Verdächtige in Bayern fest. Der "Vize" der Organisation wurde in Mühldorf festgesetzt!

Seit den frühen Morgenstunden durchsuchten rund 250 Ermittler in Bayern, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Wohnungen, berichtete „Spiegel Online“ am Mittwoch.

Bei den Razzien hat die Bundesanwaltschaft am Mittwoch vier mutmaßliche Rechtsextremisten festnehmen lassen. Die drei Männer und eine Frau stehen im dringenden Verdacht, mit anderen die rechtsterroristischen Vereinigung „Oldschool Society“ (OSS) gegründet und Anschläge auf Moscheen und Asylbewerberheime geplant zu haben.

Festnahmen auch in Mühldorf

Nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks soll es zu den Festnahmen in Augsburg, in Otzing (Landkreis Deggendorf) und auch in Mühldorf gekommen sein. In Mühldorf sei nach BR-Informationen dabei der "Vizepräsident" der Organisation festgenommen worden. Dabei handelt es sich um einen 39-jährigen Arbeiter, der seinen Wohnsitz in Sachsen gemeldet hat, wie der BR weiter berichtet.

Rechte Terrorgruppe im August 2014 entdeckt

Der Verfassungsschutz ist bereits im August 2014 auf Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe „Oldschool Society“ (OSS) aufmerksam geworden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen vom Mittwoch kam man der Gruppe im Internet auf die Spur. Im November 2014 hätten sich neun Rechtsextremisten im sächsischen Frohburg südlich von Leipzig zu einer Gründungsveranstaltung getroffen. Ob ein Anschlag tatsächlich kurz bevorstand, war zunächst unklar.

Am Mittwoch wurden insgesamt zehn Objekte durchsucht, mindestens neun Personen waren davon betroffen. Es wird vermutet, dass noch mehr Menschen zu der Gruppe gehörten.

Nach diesen Informationen hatten die Verdächtigen zunächst überwiegend im Internet miteinander kommuniziert. Nach Erkenntnissen der Verfassungsschutzbehörden soll sich die Gruppe anfangs den bewaffneten Kampf gegen Salafisten - Anhänger einer besonders radikalen Form des Islam - zum Ziel gesetzt haben. Dies sei mutmaßlich geschehen, um eine öffentliche Akzeptanz für mögliche Anschläge zu erreichen. Später habe die Gruppe auch Aktionen etwa gegen Asylbewerberunterkünfte oder Moscheen geplant.

Im Laufe der weiteren Überwachung hätten sich Erkenntnisse verdichtet, dass die Rechtsextremisten durchaus in der Lage gewesen seien, ihre Ziele umzusetzen, hieß es weiter.

dpa/rr

Quelle: innsalzach24.de

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