Feuchtfröhliches Finale beim Sommerfestival

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Rosenheim - Nur das schlechte Wetter konnte die Bilanz von Besuchern und Veranstaltern des 1. Rosenheimer Sommerfestivals trüben. Dennoch war man sich einig: "2012 muss es eine Fortsetzung geben!"

Die entscheidende Frage stellte Lehrer Georg Hermansdorfer von der Städtischen Realschule Rosenheim: „Hat es Euch trotzdem Spaß gemacht?“ fragte er die Mitglieder seiner Bigband. Und 45 Schülerinnen und Schüler schmetterten ihm ein lautes „JAAAAA!“ entgegen. Bei strömendem Regen hatte die Bigband der Realschule am Samstagnachmittag die eingefleischten Fans des Rosenheim Sommerfestivals begeistert – mit Swing und Soul aus den 60er und 70er Jahren. „Ewig schade, dass es am letzten Wochenende des Sommerfestivals regnet“, meinte der Lehrer. „Das Ganze wäre sonst wirklich eine Riesen-Sache!“ Damit sprach er vielen Teilnehmern, Gästen und Standbesitzern auf dem Gelände im Mangfallpark Süd aus der Seele. Samstag und Sonntag meinte es Petrus nicht gut mit dem Festival. Dabei hatten über 1.700 Fans noch am Freitagabend bei trockenem Wetter das Queen-Revivalkonzert von „FLASH“ und das anschließende große Musikfeuerwerk bejubelt.

Aus dem furios geplanten Wochenende wurde dann ein Sommerfestival in kleinerem Rahmen. Richtig gemütlich war es am Samstagvormittag beim Moritatensingen unter dem Mittertor mit Ernst Schusser vom Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern. Er teilte flugs Blätter zum Mitsingen aus, und zahlreiche Rosenheimer machten mit.

Schwungvoll ging es dann im Mangfallpark Süd weiter. „Lichtblicke“ hieß der Titel, „Swing und Leberkäs 3.000“ das Motto beim Jazzfrühschoppen des Lions Club Rosenheim. Gemeinsam mit der Metzger Innung wollte der Lions Club 3.000 belegte, saftige Leberkässemmeln an den Mann und an die Frau bringen. Der Erlös kam dem Projekt „Lichtblicke gegen Altersarmut und Einsamkeit“ der Nachbarschaftshilfe Rosenheim zugute. Ziel ist es, ältere Menschen, die allein leben und über wenige soziale Kontakte verfügen, aus ihrer Einsamkeit zu holen. Die Semmeln hatte die Metzgerinnung spendiert. „Wir machen hier gerne mit, denn es ist ein förderungswürdiges Projekt“, sagte Innungs-Obermeister Hubert Lohberger. Für die Musik war dann die bekannte Band SwingInn zuständig. Die neunzehnköpfige Band unter Leitung von Startrompeter Heinz Dauhrer ließ mit ihren flotten Rhythmen den Regen schnell vergessen. Manch ein Pärchen ließ sich dann sogar zu Tanzeinlagen vor der Bühne hinreißen.

Der Samstagnachmittag gehörte dann den Schulbands aus Rosenheim. Nach der Bigband der Städtischen Realschule bot die Schulband der Johann-Rieder-Realschule unter Leitung von Alexander Gfrörer rockige Songs wie „I love Rock’n Roll“ oder „Let me entertain you“ und erntete dafür viel Applaus. Heiße Rhythmen auf der Trommel gab es danach von der Musikschule Rosenheim mit der Samba-Trommelgruppe. Trotzdem: so richtig warm wurde es bei den Regengüssen nicht. Deshalb entschieden die Veranstalter, das Programm ab 17:00 Uhr abzusagen. „Es ist wirklich ein Jammer“, sagte Roswitha Branicki. Mit ihrem Mann Hendrik betrieb sie den Stand mit Mandeln, Popcorn, Früchten in Schokolade und anderen Süßigkeiten. „Das Sommerfestival ist so gut organisiert. Hier ist so viel auf die Füße gestellt worden, und es wäre bei schönem Wetter so toll!“ An schönen Festivaltagen war das Ehepaar mit dem Umsatz sehr zufrieden. „Auch die Stimmung ist großartig. Aber bei diesem Regen ist das einzig Gute, dass die Wespen weg sind.“

Die Fotos vom Sommerfestival-Finale:

Finale beim Sommerfestival

Unter den Schirmen hatten es sich zahlreiche eingefleischte Sommerfestival-Fans gemütlich gemacht. Darunter auch Eveline Ober aus Frasdorf, die mit ihrer Tochter Anna und Freunden auch bei schlechtem Wetter die Veranstaltungen besuchte. „Ich habe alles gesehen, und ich finde es super, dass es nach der Landesgartenschau hier wieder so etwas gibt. Am besten hat mir das Queen-Revivalkonzert gefallen – der Sänger war einfach ein Traum. Ein richtig schönes Fest war auch Feiern mit Antenne Bayern.“ Tochter Anna steht dagegen mehr auf Christina Stürmer, und sie hat schon einen Wunsch fürs nächste Jahr: „Ich möchte, dass Bruno Mars nach Rosenheim kommt, oder Ich und Ich.“ Die ganze Idee fürs Festival sei einfach toll, bestätigen die Rosenheimer Bekannten, nur mit der Absprache mit Petrus habe es gehapert. „Vielleicht sollte man 2012 einen Regensonnenschutz fürs Publikum bauen, ein Sonnensegel gegen Sonnenbrand, und Regenschutz, wenn's wieder schüttet“, schlugEveline Ober vor. Überhaupt waren sich alle an den Biertischen einig: „Auch 2012 muss es ein Sommerfestival geben!“

Das Thema „Wasser“ beschäftigte selbst die Geistlichen beim Gottesdienst am Sonntag, den Pfarrerin Rosemarie Rother von der Erlöserkirche und Pfarrer Sebastian Heindl von der Pfarrei Christkönig zelebrierten. „Leider hat der Wunsch von Christina Stürmer, ‚Gib mir den Sommer zurück’ nicht funktioniert“, sagte Rother. „Wir mussten uns mit dem Wasser befassen. Und wie wichtig es ist, haben wir in Rosenheim bemerkt, als wir es abkochen mussten. Wasser ist der Quell des Lebens.“ Mit dem Sommerfestival hätten die Veranstalter mit den guten Grundlagen des Sommermärchens 2010 ein neues Märchen begonnen, sagte die Pfarrerin weiter. „Mit der Hoffnung, ein Festival auferleben zu lassen, das Raum bietet für Spaß und Freude, für Begegnungen von Menschen, für soziale Projekte und für verschiedene Musik-Geschmäcker. Und das ist, wie man so hört, gut gelungen – trotz des wechselhaften Wetters.“

Dass hier jeder Musikgeschmack getroffen wurde, bewiesen am Sonntag dann noch der Volksmusik- Frühschoppen des Bayerischen Rundfunks und das Nockalm-Quintett mit den romantischen deutschen Schlagern.

Pressemitteilung Rosi Raab

Quelle: rosenheim24.de

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