Vielfältige Einsatzbereiche für neue Drehleiter

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Rosenheim - Die Feuerwehr hat eine neue Drehleiter in Dienst gestellt. Die Magirus-Leiter auf einem MAN-Fahrgestell ersetzt ein 23 Jahre altes Vorgängermodell, dessen Reparaturen auf Dauer zu teuer gekommen wären.

Schon im August kam die neue Leiter in die Hauptfeuerwache nach Rosenheim, seitdem wurden vor allem die Maschinisten an dem Fahrzeug geschult, das hochmoderne Technik an Bord hat und mit fünf Rechnern ausgestattet ist. Auch die Führungsdienstgrade und die Mannschaft wurden an der neuen Leiter ausgebildet. Jetzt ist sie in den Einsatzdienst übernommen worden und trägt den Funkrufnamen "Florian Rosenheim 30/1".

Drei Mann Besatzung hat das Fahrzeug, drei Mann passen auch in den Rettungskorb am Ende der Leiter. Das Besondere an der 30-Meter-Leiter ist ein abwinkelbarer, 3,50 Meter langer Gelenkarm an der Spitze, der sich auch noch auf weitere 1,20 Meter ausfahren lässt. Damit kann man im Einsatz wesentlich flexibler und präziser arbeiten, denn mit diesem Gelenkarm kommen die Feuerwehrleute auch an Stellen, die mit einer starren, geraden Leiter nicht erreicht werden können.

"Das hilft zum Beispiel bei Dachgauben oder über Dächer hinweg. Außerdem kann man damit auch Stellen unterhalb des Fahrzeug-Standorts erreichen, beispielsweise an einer Böschung, einer Grube oder über einem Gewässer", beschreibt Stadtbrandrat Hans Meyrl einige der vielen Einsatzmöglichkeiten der neuen Drehleiter.

Sie wird zur Brandbekämpfung eingesetzt, zur Menschenrettung sowie zur technischen Hilfeleistung, zum Beispiel nach einem Unwetter, wenn ein Dach abgedeckt wurde oder ein Gerüst gesichert werden muss. Mit Hilfe einer Abseileinrichtung können auch Menschen aus Höhen und Tiefen gerettet werden, etwa nach Unfällen auf Baustellen.

Immer häufiger kommt die Leiter auch zum Einsatz, wenn der Rettungsdienst kranke oder verletzte Menschen aus einer Wohnung holen muss und ein Transport durch enge Treppenhäuser nicht möglich ist. In diesem Fall wird eine Krankentrage am Rettungskorb befestigt, der Patient kann schonend von außen durch ein Fenster oder einen Balkon mit der Drehleiter nach unten gebracht werden.

600000 Euro hat die neue "DLA(K) 23-12 GL-T CS" gekostet - ein vergleichsweise günstiger Preis. Er wurde unter anderem dadurch erreicht, dass die meisten Ausrüstungsgegenstände der Vorgänger-Drehleiter übernommen wurden: Schläuche, Armaturen, Langzeitatmer und vieles mehr. Das Vorgängermodell, eine Metz-Leiter auf einem Mercedes-Fahrgestell, hätte nach 23 Dienstjahren eine Reparatur im Umfang von 120000 Euro benötigt, die aber auch nur zwei bis drei Jahre gehalten hätte. Deshalb hatte der Stadtrat dem Kauf der neuen Leiter zugestimmt. Im Dezember wird das neue Fahrzeug bei einer kleinen Feierstunde den kirchlichen Segen erhalten.

bin/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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