Rentner kracht bei Fischbachau in Kutsche

PETA fordert Pferdekutschen-Verbot nach Unfall mit Verletzten

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Fischbachau - Am Montag krachte ein Rentner in eine vollbesetzte Pferdekutsche. Jetzt fordert die Tierschutzorganisation PETA Konsequenzen:

Ein schwerer Unfall ereignete sich am Montag bei Fischbachau: Ein 81-Jähriger krachte mit seinem Auto in eine vollbesetzte Pferdekutsche. Dabei wurden sechs Personen verletzt. Die Pferde wurden zwar nicht verletzt, sie galoppierten jedoch davon und konnten erst in Hundham gestoppt werden.

Wie die Tierrechtsorganisation PETA jetzt bekannt gegeben hat, hat sie Landrat Wolfgang Rzehak gebeten, ein Verbot von Pferdekutschen im Landkreis Miesbach zu prüfen – "zum Schutz von Mensch und Tier".

Weiter schreibt die Organisation: "PETA veröffentlichte Anfang 2017 die neue Pferdekutschen-Unfallchronik und warnt eindringlich vor solchen Fahrten: Bei mindestens 41 Kutschunfällen wurden 2016 insgesamt vier Menschen getötet und 61 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt. Zudem starb ein Pferd, sieben weitere Tiere trugen Verletzungen davon."

"Risiken sind unkontrollierbar"

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA, erklärt: "Die langsamen Pferdekutschen verursachen auf den Straßen immer wieder gefährliche Situationen. Sie gehören einfach nicht in den modernen Straßenverkehr. Da Pferde Fluchttiere sind und selbst bei geringen Störungen leicht in Panik geraten können, sind die Risiken bei Kutschfahrten außerdem unkontrollierbar. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist deshalb ein Verbot von Kutschfahrten."

anh/Pressemitteilung PETA

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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