Wochenendbilanz der Verkehrspolizei:

Geschleudert, gerast oder geparkt

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Bernau/Flintsbach - Die Verkehrspolizei hatte einiges zu tun: Es gab unter anderem einen Geisterfahrer, ein umgekipptes Pkw-Gespann und einen Chinesen, der auf der A8 "parkte".

An diesem Wochenende herrschte auf den Autobahnen im Dienstbereich der Verkehrspolizei Rosenheim überwiegend normales Verkehrsaufkommen. Für Behinderungen sorgte jedoch ein Verkehrsunfall am Samstagnachmittag auf der Inntalautobahn. Ein 59-jähriger Niederbayer fuhr mit seinem Wohnanhängergespann in Richtung Norden, als sein Wohnwagen kurz nach dem Parkplatz Kranzhorn ins Schlingern geriet und gegen die Mittelleitplanke prallte. Das Gespann schleuderte daraufhin quer über die Fahrbahn und prallte mit der Front des ziehenden Mazda in die rechte Leitplanke, woraufhin der Wohnanhänger umkippte, das Gespann sich um 180 Grad drehte und entgegen der Fahrtrichtung an der rechten Leitplanke zum Stehen bzw. Liegen kam. 

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Sowohl der ziehende Mazda als auch der Wohnanhänger wurden so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Während der Unfallaufnahme und Bergungsmaßnahmen war der rechte Fahrstreifen für eine gute Stunde gesperrt, es entstand ein Rückstau, der bis zur Anschlussstelle Oberaudorf anwuchs. Zur Absicherung der Unfallstelle und Reinigung der Fahrbahn war die Feuerwehr Oberaudorf vor Ort eingesetzt.

Wohnwagen-Gespann kippt um

Chinese hält auf Autobahn an

Etwa zwei Stunden später ereignete sich auf der A8 in Fahrtrichtung München ein weiterer Unfall. Ein 23-jähriger chinesischer Staatsbürger hatte mit seinem Leihwagen am Ende des dreispurigen Bereichs des Bernauer Bergs auf dem endenden rechten Fahrstreifen angehalten. Eine 74-jährige Deutsche erkannte die Situation zu spät, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen oder den Fahrstreifen wechseln und touchierte mit ihrem Fiat den VW des Chinesen leicht seitlich. Verletzt wurde niemand, der Schaden an beiden Fahrzeugen wird auf insgesamt etwa 1.000 Euro geschätzt. Beide Fahrzeugführer wurden jeweils gebührenpflichtig verwarnt.

Geisterfahrer auf der A93

Für die folgenden Fälle bittet die Verkehrspolizei Rosenheim um Zeugenhinweise: Am Sonntagmorgen um 3.44 Uhr ging über Notruf die erste von mehreren Mitteilungen ein, dass auf der Inntalautobahn A 93 ein Geisterfahrer unterwegs ist. Das bisher nicht näher bekannte Fahrzeug fuhr auf der Richtungsfahrbahn Kufstein/Süden nach Norden Richtung Inntaldreieck und wurde bereits auf österreichischem Staatsgebiet erstmals und kurz vor der Anschlussstelle Brannenburg letztmals gesehen. 

Der Geisterfahrer hatte die Autobahn bei Eintreffen der Polizeistreifen bereits verlassen und konnte auch in der näheren Umgebung nicht mehr festgestellt werden. Zu seinem Fahrzeug ist nur bekannt, dass es sich um einen Pkw handelte. Wer Beobachtungen dazu gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Telefon 08035/90680 mit der Verkehrspolizei Rosenheim in Verbindung zu setzen.

Im Rahmen des Einsatzes wegen des Geisterfahrers wurden Beschädigungen im Bereich der Brückenbaustelle an der Anschlussstelle Brannenburg in Fahrtrichtung Kufstein festgestellt. Die drei letzten Leitbaken mit Beleuchtung auf dem linken Fahrstreifen am Ende des Rückschwenkungsbereichs waren durch ein ebenfalls bislang unbekanntes Fahrzeug beschädigt worden. 

Ein Zusammenhang mit der Geisterfahrt erscheint wahrscheinlich. Wer den Unfall beobachtet oder verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Baustelle gemacht hat, wird gebeten, sich unter obiger Nummer an die Verkehrspolizei Rosenheim zu wenden.

Pressemeldung VPI Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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