Ermittlungen in Coburg

Flugzeugabsturz: War die Pilotin gesund?

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Ab heute werden die Wrackteile analysiert.

Coburg - Spurensuche nach dem Flugzeugabsturz in Coburg mit vier Toten. Die Polizei ermittelt vor Ort. Die Vermutung ist aufgekommen, dass die Pilotin gesundheitliche Probleme hatte.

Nach dem Flugzeugabsturz mit vier Toten in Coburgsucht die Polizei nach der Ursache des Unglücks. “Gutachter analysieren die Wrackteile“, sagte eine Sprecherin am Montag in Bayreuth. Auch sollten die vier Leichen obduziert werden. Damit wolle man klären, ob möglicherweise gesundheitliche Probleme der Pilotin den Absturz ausgelöst haben könnten. Das Kleinflugzeug war am Sonntag kurz nach dem Start vom Flugplatz Steinrücken abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Alle Insassen - die 31 Jahre alte Pilotin, eine gleichaltrige Frau und zwei 28 und 44 Jahre alte Männer - kamen dabei ums Leben.

Coburg: Bilder vom Flugzeugabsturz-Ort

Coburg: Bilder vom Flugzeugabsturz-Ort

Die vier Toten seien nicht miteinander verwandt gewesen, sagte Anton Lohneis, Leitender Staatsanwalt in Coburg. Sie hätten sich aber gut gekannt. “Es war eine Gruppe von Bekannten.“

Die Pilotin sei Mitglied des Vereins gewesen, sagte Jens Tittel, Chef der Flugtechnischen Arbeitsgemeinschaft Coburg e.V., die den Flugplatz Steinrücken schon seit vielen Jahren nutzt. Nähere Angaben wolle er nicht machen. Man stehe unter Schock. Es gelte jetzt, die Ermittlungsergebnisse abzuwarten. “Wir können ja noch gar nichts über die Ursache sagen.“

Die Gruppe war in den Morgenstunden zu einem Rundflug aufgebrochen. Doch schon kurz nach dem Start passierte das Unglück. Die Polizei sucht nach Angaben der Sprecherin auch nach Zeugen, die den Absturz beobachtet haben und Hinweise geben können. Lohneis rechnet nicht mit schnellen Ermittlungsergebnissen. Es seien nun Sachverständige gefragt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt.

Die Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft ist nach eigenen Angaben ein mehr als 50 Jahre alter Verein für den Sportflug und bietet auch die Ausbildung für Hobbypiloten an.

dpa

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