Förderung der jungen Indianer

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Beim Fitz-Projekt dreht sich alles um die Indianer: Albert Goike zeigte den Kindern zur Einstimmung Gegenstände und Werkzeuge der Ureinwohner Amerikas.

Rosenheim - An der Grundschule Erlenau finden in den nächsten Wochen die Kurse des Fitz-Projektes (Fit in die Zukunft) statt. Fitz soll besondere Begabungen der Kinder erkennen und fördern.

Das Projekt wird finanziell hauptsächlich von der Sparkassen-Stiftung getragen. Außerdem unterstützt die Stadt und die Kultur- und Sozialstiftung Dr. Michael Stöcker das Vorhaben. Das Schulamt und das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien sind weitere wichtige Partner.

Die Kurse decken fünf Bereiche ab: Sportlich-motorische, sozial-emotionale, künstlerisch-darstellende, musikalische und intellektuelle Fähigkeiten der Kinder werden geprüft. Alle Lektionen von Fitz stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Indianer". Die praktische Umsetzung erklärten die Kursleiter den Kindern jetzt in der Aula der Grundschule Erlenau.

Zur Einstimmung auf das Fitz-Projekt erzählte Albert Goike von seinen persönlichen Erfahrungen, er lebte eine geraume Zeit unter Indianern. Zudem übte er mit den Kindern und Lehrern den Indianer-Grastanz ein und zeigte Gegenstände sowie Werkzeuge der Ureinwohner Amerikas.

Für den intellektuellen Bereich entwickelte Märchen- und Tanzpädagogin Katharina Könen-Schäfer ein Konzept. Als erfahrene Märchenerzählerin trägt sie den Beginn eines Indianermärchens vor. Die Kinder haben dann verschiedene Möglichkeiten, die Geschichte fortzusetzen: Sie schreiben, malen, und teilen ihr Ergebnis schließlich mit den anderen Kursteilnehmern.

Wie man einen Bogen spannt und mit dem Pfeil ein Ziel trifft, zeigt Pit Fürleger, ausgebildeter Trainer für innovatives Bogenschießen. Sportlich-motorisch betätigen können sich die Kinder auch beim Kajakkurs: Dirk Lux wird ihnen beibringen, wie ein solches Boot gesteuert wird und wie man damit von einem Flussufer ans andere gelangt. Auch das An- und Ablegen bei Strömung steht auf dem Programm.

Im künstlerisch-darstellenden Bereich will Erzieher Christian Maaß mit den Schülern eine Mini-Indianerstadt bauen mit allem, was dazugehört: Die kleinen Indianer werden unter anderem ein Mini-Tipi sowie einen Mini-Marterpfahl errichten.

Der Sänger und Produzent Sio Steinberger zeigt sich für den musikalischen Bereich verantwortlich: Mit den Kindern komponiert er Lieder, trommelt und singt. Die Klänge zeichnen sie gemeinsam im mobilen Tonstudio auf.

Wer seine sozial-emotionalen Begabungen fördern will, setzt sich im Philosophiekurs von Simone Granowski-Heinke mit dem Leben der Indianer auseinander. Sie klärt auch die Bedeutung einiger Indianernamen. Welche wichtigen Indianer-Weisheiten heute noch zutreffend sind, bespricht Granowski-Heinke ebenfalls im Kurs.

Bei den Indianerforschern werden weitere wichtige Förderbereiche kombiniert: Das vielseitige Angebot von Cornelia Beblo reicht vom Basteln eines Adlerkrallenamuletts, eines Traumfängers oder eines Perlenlederbandes über die Technik und Bedeutung des Indianerschminkens bis zum Erlernen der Zeichensprache. Zudem beantwortet Beblo alle offen gebliebenen Fragen rund um die Indianer.

Den Abschluss des Projektes bildet ein Indianerfest im Juni, das die Mädchen und Buben gemeinsam mit den Kindergärten "Löwenzahn" und "Muggelstein" veranstalten.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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