Forelle hatte drei Ratten im Magen

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Der Vergleich: die Bachforelle mit den drei Ratten im Magen und eine 33 Zentimeter lange Regenbogenforelle.

Kiefersfelden - Ein außergewöhnlicher Fang gelang Alfred Neumann aus Kiefersfelden. Seine 56 Zentimeter lange Forelle hatte drei Ratten im Magen!

Die drei Ratten, die im Magen der Bachforelle gefunden wurden

Die Forelle mit dem außergewöhnlichen Mageninhalt hatte Alfred Neumann aus Kiefersfelden zwar schon im Sommer an der Angel, seit der kürzlich erfolgten Veröffentlichung seines nicht alltäglichen Fangs in einer Fachzeitschrift diskutieren ihn allerdings nicht nur die Fischer im Landkreis. Als Neumann den Fisch ausnahm, entdeckte er drei junge Ratten in dessen Magen.

Dass er ein Prachtexemplar gefangen hatte, war ihm beim ersten Blick auf die außergewöhnliche Länge des Tieres klar, die er mit 56 Zentimetern angibt. Gewogen hat er den Fisch nicht, aber der erfahrene Petrijünger schätzt, dass er knapp drei Kilogramm schwer war.

Eine Forelle, die gleich drei zum Teil noch unverdaute Ratten in ihrem Magen hatte, bezeichnet Dr. Ulrich Wunner, der Fischereifachberater des Bezirks Oberbayern, als "sehr ungewöhnlich". Dass kleinere Säugetiere zum Beuteschema dieser Fischart gehören, sei realistisch, dem von Neumann gefangenen Prachtexemplar attestiert Wunner allerdings einen "Riesenhunger".

Neumann selber und auch Bernd Rester, der Gewässerwart des Fischereivereins Kiefersfelden, bei dem Neumann Mitglied ist, gehen davon aus, dass sich die Forelle auf den Rattenfang förmlich spezialisiert hat. Der Fisch hat nämlich am Einlauf eines Kanalrohres in den Kieferbach angebissen, über das Regenwasser eingeleitet wird. "Die Forelle ist zwar ein Räuber, aber es ist schon ungewöhnlich, dass ein Tier so viele Ratten erwischt", meint Rester.

56 Zentimeter war die Forelle groß, die Alfred Neumann an die Angel ging.

Wie die Beute in den Kieferbach gelangt ist, da vertritt Rester dieselbe Theorie wie Neumann. In der Nähe des Rohr-Einlaufes befinde sich eine Siedlung mit zahlreichen Komposthaufen in den Gärten. Neumann und Rester glauben, dass sich Ratten dort Nahrung suchen und dann über das Kanalrohr in den Kieferbach schwimmen. Einen Umstand, den die Forelle bemerkt und sich zunutze gemacht haben dürfte. "Die hat sich wohl auf Ratten-Kost eingestellt und sich die ankommenden Tiere einfach am Einlauf des Rohres geschnappt", vermutet Neumann.

Update der Online-Redaktion: Mehrere User haben heute bei uns nachgefragt: Was wurde aus der Bachforelle, wurde sie etwa gegessen? Die Antwort: Ja, sie wurde verspeist.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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