Vor Ort an Brennpunkten des A8-Ausbaus

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Termin am Brennpunkt Frasdorf: Der Leiter der Autobahndirektion Südbayern Paul Lichtenwald (2. von links) mit Vertretern seiner Behörde und der Bürgerinitiativen sowie der Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig (rechts).

Frasdorf – Die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, die Autobahndirektion Südbayern und die Gemeinden Rohrdorf und Frasdorf wollen in Sachen Lärmschutz beim Ausbau der A8 Gas geben.

„Mein persönliches Ziel ist es, dass die Vorentwurfsplanung in diesen Abschnitten noch 2012 fertig wird“, sagte die heimische Abgeordnete bei Ortsterminen in den beiden Gemeinden. Daniela Ludwig hatte gemeinsame Termine mit den Bürgermeistern Christian Praxl und Marianne Steindlmüller, Anwohnern der A8, Vertretern der Bürgerinitiativen Frasdorf und Achenmühle sowie der Autobahndirektion Südbayern organisiert. „Ziel war es, Detailwünsche der Gemeinden und Bürgerinitiativen zu besprechen, um einen optimalen Lärmschutz zu erreichen“, erklärte sie. Mit dabei war Baudirektor Gerhard Kippes vom Landratsamt Rosenheim.

Der Leiter der Autobahndirektion Südbayern, Paul Lichtenwald, nahm sich mit mehreren Mitarbeitern einen halben Tag Zeit, um kritische Punkte persönlich mit Anwohnern zu diskutieren und alternative Lösungen zu erörtern. „Wir müssen uns in einem Punkt im Klaren sein: Der bisher geplante Lärmschutz geht über das hinaus, was nach den gesetzlichen Regelungen zwingend erforderlich wäre“, betonte Paul Lichtenwald. Er will die Vorentwürfe für den Ausbau der Autobahn bei Rohrdorf im Herbst 2012 und für Frasdorf zur Jahreswende 2012/2013 fertig gestellt haben.

Eines stand schon vor der Diskussion fest: Der Planungsdialog hat für Anwohner erhebliche Verbesserungen gebracht. So wird in Frasdorf die Autobahn um fünf Meter abgesenkt. Die Ausfahrt wird nach Osten verlegt. Durch die Verlegung der Ausfahrt sind mehr Lärmschutzwände für nahe gelegene Häuser möglich. So wird der Lärmschutz mit Einhausung und Galerien auf einer Länge von 900 Metern stark verbessert. Die Absenkung ermöglicht es, dass die beiden Staatsstraßen, die unter der Autobahn hindurch laufen, in Zukunft als Überführung die A8 queren.

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In der Gemeinde Rohrdorf wird im Bereich von Achenmühle statt der geplanten 400 Meter langen Galerie eine 800 Meter lange „galerieartige Abschirmung“ geplant. „Jetzt haben wir noch einmal nachgebessert“, sagte Paul Lichtenwald. „Die Wand wird nicht sieben, sondern acht Meter hoch sein.“ Ob es weitere Verbesserungen geben wird, muss sich jetzt zeigen. Die Bürgerinitiativen hatten einige Wünsche mitgebracht, so etwa die Verlegung des Wilddurchlasses und einer Unterführung bei Rohrdorf oder die Verlegung der Autobahnüberquerung im Gewerbegebiet Daxa. Außerdem soll nach ihren Wünschen die Autobahn bei Achenmühle noch etwas tiefer gelegt werden. Die Autobahndirektion Südbayern zeigte sich den Vorschlägen gegenüber offen. „Wir werden das alles genau prüfen“, erklärte Paul Lichtenwald. „Was unproblematisch und finanziell möglich ist und Sinn macht, können wir berücksichtigen.“ Mögliche Änderungen sollen allerdings erst im Planfeststellungsverfahren umgesetzt werden. „Sonst verlieren wir drei bis vier Monate Zeit“, sagte Paul Lichtenwald.

Die Bürgermeister Christian Praxl und Marianne Steindlmüller zogen nach den Terminen ein positives Fazit. „Es war ein wertvoller Tag für uns“, meinte Christian Praxl. „Es ist Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen unter die Diskussionen, damit wir vorankommen.“

Marianne Steindlmüller bedankte sich bei Daniela Ludwig für die Initiative und betonte den großen Schulterschluss in den Gemeinden: „Das Thema Ausbau der A8 hat uns alle zusammengeschweißt.“

Daniela Ludwig betonte die Dringlichkeit der Planung: „Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Denn es ist klar: Die Genehmigung eines Lärmschutzes, der über gesetzliche Vorschriften hinausgeht, ist eine politische Entscheidung. Jetzt haben wir mit Peter Ramsauer einen Verkehrsminister, der hinter diesem Lärmschutz steht, weil er bestens die Situation der stark befahrenen Transitautobahn A8 kennt und daher die Interessen der Anwohner ernst nimmt.“ Daniela Ludwig bedankte sich bei der Autobahndirektion Südbayern für die hervorragende Zusammenarbeit. „Es ist bundesweit nicht üblich, dass sich eine Autobahndirektion so viel Zeit zum Dialog mit Bürgern nimmt. Einen Dank auch an die Bürgerinitiativen. Sie haben gute Vorschläge gemacht und sind gut vorbereitet in den Ortstermin gegangen“, sagte sie.

Pressemitteilung Bürgerbüro Daniela Ludwig

Quelle: rosenheim24.de

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