Angelika Graf: SPD für Frauenquote

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Rosenheim - Frauen hätten es immer noch schwer, in bestimmte Bereiche vorzudringen - deshalb freut sich Angelika Graf über die Diskussion zur Frauenquote in Führungspositionen.

In den Vorständen der 200 größten deutschen Firmen betrage der Frauenanteil gerade einmal 2,5 Prozent, bei den Aufsichtsräten 12 Prozent. „In manchen Unternehmen wollen die Männer in der Führungsetage lieber unter sich bleiben. Ohne gesetzliche Vorgaben ändert sich daran auch nichts. Frauen bleiben dann manchmal trotz hoher Qualifikation auf der Strecke, einfach weil sie eine Frau sind“, erläutert Graf. Die SPD strebe deswegen – nach dem Vorbild Norwegens – eine Frauenquote von 40 Prozent für Aufsichtsräte und Vorstände an. Modelle mit freiwilliger Selbstverpflichtung der Wirtschaft lehnt Graf ab. „Das hatten wir schon vor 10 Jahren eingeführt, ohne dass es was gebracht hätte. Wenn das am Ende das Ergebnis der Bundesregierung sein sollte, wäre es viel Lärm um nichts“, warnt Graf.

Erwerbschancen verbessern

Generell müssen die Erwerbschancen von Frauen gesteigert werden, meint die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete. Neben der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch mehr Kinderbetreuungsmöglichkeiten benötige dies auch ein Umdenken der Wirtschaft. Erst vor kurzem habe sie von einer jungen Frau aus der Region erfahren, die direkt nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit gekündigt wurde. „Noch nicht alle Arbeitgeber haben erkannt, dass Familienfreundlichkeit ein wesentlicher Faktor ist, um Fachkräfte an sich zu binden und dass Familienfreundlichkeit die Motivation und Leistung der Mitarbeiter stärkt“, so Graf.

Pressemeldung Büro Angelika Graf, MdB

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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