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Fridays for Future in München

"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!"

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München - Auch am Freitagvormittag gingen wieder tausende Schüler unter dem Motto "Fridays for Future" in den Städten ganz Deutschlands auf die Straße. In München waren über 50 Schüler aus Prien und Umgebung dabei.

Bunte Papierplakate mit Sprüchen wie "There is no Planet B", "Klimaschutz statt Kohleschmutz" und "We can't vote, but we can act" schwebten über den Köpfen von hunderten von Schülern. Über 2.500 junge Menschen, haben sich am Vormittag um 11 Uhr am Marienplatz in München eingefunden, um für den Klimaschutz zu kämpfen. Den Unterricht ließen die Schüler dafür sausen.

Schwänzen für den Klimaschutz

Wie die Schulleitung mit den Schulschwänzern umgeht, ist jeder Schule selbst überlassen. 

"Wir haben uns zwar abgemeldet, bekommen aber ziemlich sicher einen Verweis" befürchtet Schülerin Genoveva (17) aus Prien. Und auch Mitschüler Benjamin rechnet mit Konsequenzen, "aber die nehmen wir eben in Kauf." 

Jeden Freitag nach München zu fahren, ist dann aber doch nicht drin und so gibt es schon Überlegungen für eine Demo-Veranstaltung in Prien oder Rosenheim. 

Ähnlich ging es 110 Schülern aus Memmingen, die bei einmaligem Fernbleiben vom Unterricht zwar wohl noch keinen Verweis kassieren, aber sonst ebenfalls mit Konsequenzen rechnen müssen.

"Ich bin heute hier weil ich mir denke, was bringt es mir, wenn ich aufs Gymnasium gehe und da einen guten Abschluss mache, und dann der Gebildete bin und dann aber erstens keiner auf mich hört und zweitens gar keine Zukunft mehr habe...Wir wissen aber noch nicht, ob wir nochmal nach München kommen können, deswegen planen wir eine Demo in Memmingen" sagt Tobias (17) vom Vöhlin-Gymnasium in Memmingen.

Neben dem "Friday for Future" fand auch die Kohlekommission in Berlin zusammen und auch dort stand der Kohleausstieg ganz besonders im Mittelpunkt. Solidarisch zeigte man sich deshalb auch mit den Demonstranten in Berlin.

Greta Thunberg ein Vorbild

Großes Vorbild für die "Fridays for Future"-Bewegung ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg. Seit August schwänzt die Schülerin jeden Freitag die Schule und macht damit auf den Klimaschutz aufmerksam. Schon auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice im Dezember 2018 machte die 16-Jährige von sich reden.

In diesen Tagen folgten ihr tausende Menschen in ganz Europa.

"Wir hören erst auf zu demonstrieren, wenn sich etwas ändert", so lautet die Devise. Bis es soweit ist, wird es wohl noch ein paar Freitage dauern, aber die Schüler bleiben hartnäckig. 

Vera Mair

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