Quarantänezonen in Kolbermoor und Rosenheim

Gartenbesitzer aufgepasst: Flugzeit des Moschusbockkäfers beginnt

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Der Moschusbockkäfer bedroht vor allem Kirschbäume, Pflaume, Zwetschge, Kriecherl, Mirabelle, Aprikose und Pfirsich
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Rosenheim/Kolbermoor - In Kolbermoor und Rosenheim wurden im Sommer 2016 mehrere Käfer des Asiatischen Moschusbockkäfers gefunden. Nun beginnt die Flugzeit des Schädlings. 

Bereits im Sommer 2016 hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim auf den Fund aufmerksam gemacht: In Kolbermoor und in Rosenheim wurden mehrere Käfer des Asiatischen Moschusbockkäfers gefunden. Zum Schutz die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zwei Quarantänezonen eingerichtet, jeweils in einem Umkreis von zwei Kilometern um Rosenheim und Kolbermoor. Somit betreffen sie das gesamte Stadtgebiet von Rosenheim und Kolbermoor. Insgesamt mussten 50.000 Gärten inspiziert werden. 

Darauf müssen Gartenbesitzer achten

Mitte März beseitigte schließlich eine Spezialfirma 34 befallene Bäume in Kolbermoor, ein befallener Rosenheimer Kirschbaum wurde bereits im Herbst gefällt und entsprechend entsorgt.

Nun beginnt die Flugzeit des Asiatischen Moschusbockkäfers. Darum bittet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft erneut die Rosenheimer und Kolbermoorer Gartenbesitzer, ihr Pflanzen und Gehölze zu untersuchen - nicht nur im Hinblick auf den Käfer selbst, sondern auch auf verdächtige Spuren wie Bohrmehl, Ausbohrlöcher oder Larvengänge im Stamm. Der Schädling bedroht vor allem Kirschbäume, Pflaume, Zwetschge, Kriecherl, Mirabelle, Aprikose und Pfirsich. Festgehalten wurde dies bereits im Februar in einer Allgemeinverfügung.

So sieht der Moschusbockkäfer aus

Der erwachsene Käfer ist ca. 2,5 - 4 cm lang. Auffällig sind neben den langen Fühlern der schwarze Kopf, der rote Halsschild und die schwarzen Flügeldecken. Vorzugsweise nutzen die Käfer vorgeschädigte Bäume als Brutbäume, können aber auch gesunde Bäume besiedeln.

Nach der Eiablage am Baum erfolgt schnell der Schlupf der Larven, die sich für zwei bis drei Jahre unter der Rinde bis ins Splintholz hinein fressen und breite Gänge im Holz hinterlassen. Das letzte Larvenstadium nagt ein Ausbohrloch (ca. 12 mm Durchmesser). Bevor der Käfer schlüpft, schiebt er Kot und Genagsel aus dem Loch, die sich z.B. in Astgabeln anhäufen.

mh

Quelle: mangfall24.de

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