Großeinsatz: Schüler (12) versprühte Reizgas

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Stephanskirchen - Ein Klassenzimmer der Otfried-Preußler-Schule ist letzten Mittwoch evakuiert worden. Es gab 14 Verletzte! Jetzt konnte die Polizei den Verursacher ermitteln.

UPDATE Montag, 13.40 Uhr

Beamte der Polizeiinspektion Rosenheim konnten inzwischen im Rahmen ihrer Ermittlungen einen zwölfjährigen  Schüler der betroffenen Schule als Verursacher feststellen. Der Junge gab inzwischen zu, in dem betroffenen Bereich ein Reizgas versprüht zu haben.

Bericht vom Mittwoch, den 7. Mai:

Nach dem Zwischenfall am Mittwochmorgen an der der Otfried-Preußler-Schule in Stephanskirchen ist der Schulbetrieb für die meisten Schüler anschließend ganz normal weitergegangen. Die Schüler, die über Atembeschwerden geklagt haben und ins Krankenhaus gebracht wurden, bleiben dort zunächst auch. Die Ärzte gehen auf Nummer sicher und behalten die Kinder zur Beobachtung noch eine Nacht im Krankenhaus, wie Radio Charivariberichtet. So soll ausgeschlossen werden, dass bleibende Schäden entstanden sind, so ein Polizeisprecher.

Am Morgen sind die Rettungskräfte zu einem Großeinsatz gerufen worden. Zehn Schüler und vier Erwachsene hatten über Atemwegsreizungen geklagt. Die Feuerwehr konnte keine gesundheitsgefährdende Stoffe feststellen. Als mögliche Ursache kommt eine kaputte Leuchtstofflampe in Frage.

Großeinsatz in Schule

Erstmeldung vom Mittwoch:

Am Mittwochmorgen gegen 8.30 Uhr beschwerten sich einige Schüler der Otfried-Preußler-Schule über Atembeschwerden und Reizhusten. Die im Klassenzimmer anwesenden Lehrer hatten die gleichen Symptome. Daraufhin wurde der Werkraum im Souterrain evakuiert. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war vor Ort.

Insgesamt sind zehn Schulkinder und mehrere Lehrer betroffen, sie wurden in einen anderen Schultrakt gebracht und von Sanitätern untersucht. Die Eltern der Schüler wurden benachrichtigt. Mittlerweile wurden die betroffenen Schüler der sechsten Klasse und vier Erwachsene ins Krankenhaus gebracht und dort untersucht. Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, bezeichnet dieses Vorgehen als reine Vorsichtsmaßnahme. Sie werden aber wohl über Nacht zur Beobachtung dort bleiben.

Gesundheitsgefährdende Stoffe waren laut Sonntag nicht feststellbar. Das ergab eine Messung der Feuerwehr. Die genaue Ursache muss also noch ermittelt werden. Ein Elektriker prüfte die technischen Anlagen in dem Werkraum, in dem sich die Schulklasse bei Auftreten der Symptome aufhielt. Vieles spricht dafür, dass eine defekte Leuchtstofflampe für die Anzeichen bei Schülern und Lehrern verantwortlich war. Es steht aber fest, dass es sich nicht um einen Gasaustritt handeln kann. Die Otfried-Preußler-Schule besitzt nämlich gar keinen Gasanschluss.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © jre

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