Nein zur B15neu! Postkartenaktion soll helfen

Bayern - Die Gegner der B15neu - rund 30 Bürgerinitiativen - haben eine Postkartenaktion an Innenminister Herrmann gestartet. Sie fordern von ihm, das Projekt zu streichen.

Die rund 30 Initiativen haben sich zur „Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg - Rosenheim e.V.“

Immer wieder finden sich in jüngster Zeit Erklärungen zur B15neu in der Presse, die insbesondere den Menschen im südlichen Abschnitt, also in den Landkreisen Rosenheim, Ebersberg und Mühldorf erklären, dass sie sich in Sachen B15neu wenig Gedanken machen müssen. Immer wieder gibt es widersprüchliche und irritierende Meldungen zum Projekt dieser 4-spurigen Autobahn.

Dabei konzentriert sich das Bayerische Innenministerium im Moment darauf, wenigstens den Abschnitt zwischen der A92 bei Landshut, und der A94 bei Heldenstein, in den vordringlichen Bedarf eingestuft zu bekommen.

Angesichts des Reparatur- und Sanierungsstaus im bestehenden, gut ausgebauten Fernstraßennetz halten es die in der „Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg - Rosenheim e.V.“ zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen landesplanerisch sowie haushaltspolitisch für unverantwortlich, dieses überzogene und teure Verkehrsprojekt weiter im BVWP zu belassen.

Die klare Position der rund 30 Bürgerinitiativen entlang der Trasse B15neu:

B15 neu – südlich von Landshut raus aus dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2015)!

Die Kosten für dieses Großprojekt, der Landverbrauch (bis zu 1000 Hektar) und der Schaden an der Kulturlandschaft stehen in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen.

Der Bedarf für dieses Milliardenprojekt ist nicht gegeben. Durch diesen Autobahnneubau werden Finanzmittel gebunden, die lokale Verkehrsmaßnahmen verhindern.

Lösungsvorschläge:

  • Unverzügliche Ausweitung der Lkw-Maut (ab 7,5 t) auf Bundesstraßen – dadurch Vermeidung von Mautausweichverkehr.
  • Die Städte Landshut und Dorfen brauchen endlich lokale Lösungen für ihre Verkehrsprobleme. Sobald hier eine Entschärfung erfolgt ist, sind die größten existierenden Verkehrsprobleme an der B15 weitgehend beseitigt.
  • Bedarfsgerechter Ausbau der Bundesstraßen B15 und B299, mit Ortsumfahrungen beziehungsweise Entlastungstraßen, mit Überholspuren und optimierter Linienführung an Steigungen beziehungsweise an kurvenreichen Abschnitten.

Inzwischen wird auch das Innenministerium festgestellt haben, dass der Verkehr lange nicht so gewachsen ist, wie in der Vergangenheit prognostiziert.

In diesem Sinne betreiben die Bürgerinitiativen zurzeit eine Postkartenaktionund fordern darin Innenminister Herrmann wie folgt auf: streichen Sie dieses Projekt aus der Anmeldeliste. Machen Sie den Weg frei für machbare Verkehrslösungen entlang der B15, insbesondere in Landshut!

Die lokal erforderlichen Baumaßnahmen brächten spürbare Entlastungen und würden von der Bevölkerung weitgehend mitgetragen.

Jetzt ist eine entscheidende Phase, gegen dieses Autobahnprojekt etwas zu unternehmen. Später wird man als normaler Bürger keinen Einfluss mehr nehmen können.

Postkarten können angefordert werden unter stop-b15-neu.de.

Für alle interessierten Bürger besteht die Gelegenheit, am Umwelttag am Samstag, 5. Juli, auf dem Max-Josef-Platz in Rosenheim die Postkarten an Innenminister Herrmann zu schreiben.

Pressemeldung Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg - Rosenheim e.V.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Fritz G. Schott

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