Gesundheitsamt rät zur jährlichen Impfung

Rosenheim - Wer sich in den vergangenen Wochen noch nicht gegen die Virusgrippe hat impfen lassen, sollte dies in den nächsten Tagen tun, rät die Leiterin des Staatlichen Gesundheitsamtes im Landratsamt Rosenheim Dr. Irmgard Wölfl.

Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Wie jedes Jahr wurde der Impfstoff auch heuer neu zusammengesetzt und schützt auch gegen den Virustyp A/H1N1, bekannt als „Schweinegrippe“. Die Virusgrippe ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die nach wie vor zu den Infektionskrankheiten mit den höchsten Sterblichkeitsraten in Deutschland zählt. Sie hat nichts mit einer Erkältungskrankheit wie dem grippalen Infekt zu tun.

Der Höhepunkt der Grippesaison liegt meist in den ersten Wochen des Jahres. Da der Körper nach der Impfung noch ein bis zwei Wochen braucht, bis er ausreichend Virenschutz aufgebaut hat, rät Dr. Wölfl jetzt zum Besuch des Hausarztes.

Wegen der sich ständig ändernden Eigenschaften der Grippeviren wird der Impfstoff jedes Jahr nach den aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation neu zusammengesetzt. Um auch dieses Jahr den besten Schutz zu erreichen, wurden die Wirkstoffkomponenten angepasst. Damit entsteht auch Schutz gegen die „Schweinegrippe“, die sich schon im vergangenen Jahr weltweit ausgebreitet hat. Um besonders effektiv vor Atemwegskeimen geschützt zu sein, sollten sich Senioren im Rahmen der Grippe-Impfung gleichzeitig gegen Pneumokokken impfen lassen. Pneumokokken sind für eine große Zahl gefährlicher Atemwegserkrankungen im höheren Alter verantwortlich. Die Schutzimpfung erfolgt hier alle 5 Jahre.

Die Impfempfehlung gilt vor allem für über 60-Jährige, Menschen mit Abwehrschwäche, Personen mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, Herz-, Kreislauf-, Nieren- oder Leberleiden und Stoffwechsel- oder neurologischen Erkrankungen. Auch Schwangere sollten sich impfen lassen. Wichtig ist die Grippeimpfung auch für Beschäftigte in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und Kindergärten, die täglich im engen Kontakt mit vielen Menschen stehen. Sie sollen nicht nur zum eigenen Schutz an eine Impfung denken, sondern sich auch zur Vermeidung einer möglichen Infektion der Patienten, Heimbewohner und Kinder impfen lassen. Jährlich fordert die Influenza bundesweit etwa 8.000 bis 11.000 zusätzliche Todesfälle, häufig auch durch Zweitinfektionen wie Lungenentzündungen. Die Impfung ist gut verträglich, die Kosten werden von den Kassen übernommen, die Praxisgebühr entfällt.

Weitere Informationen gibt es beim Staatlichen Gesundheitsamt in der Prinzregentenstraße 19 in Rosenheim.

Pressemitteilung LANDRATSAMT ROSENHEIM

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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