Gewässerbiologen untersuchen die Mangfall

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Rosenheim - Forschungsobjekt Mangfall: Gewässerbiologen aus ganz Bayern und Thüringen fanden sich zur Tagung im Wasserwirtschaftsamt ein. Man prüfte die Mangfall auf ihre Wasserqualität.

Gewässerbiologen aus ganz Bayern und Thüringen trafen sich beim Wasserwirtschaftsamt Rosenheim zu ihrer diesjährigen Fachtagung. Schwerpunkt der Veranstaltung, die von Dr. Folker Fischer vom Bayerischen Landesamt für Umwelt geleitet wurde, war eine gemeinsame gewässerbiologische Untersuchung der Mangfall.

Im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes „Unteres Mangfalltal“ wurden dort in den letzten Jahren auch umfangreiche Renaturierungen durchgeführt. Ziel der regelmäßigen Untersuchungen der Gewässergüte ist es, die Wirkung dieser Maßnahmen zu dokumentieren. Auf die Bedeutung regelmäßiger Güteuntersuchungen als Planungsgrundlage wies Paul Geisenhofer, der Leiter des Wasserwirtschafsamtes Rosenheim, bei seiner Begrüßung hin: „ Wir müssen die knappen Steuermittel bei unseren Maßnahmen so zielgerichtet und wirkungsvoll wie irgend möglich einsetzen. Güteuntersuchungen liefern uns dazu wichtige Erkenntnisse“ so Geisenhofer. An zehn Probenahmestellen zwischen Feldkirchen-Westerham und der Mündung in Rosenheim wurde die Gewässerqualität anhand der anzutreffenden Kleinlebewesen untersucht. Vorangegangen war eine Untersuchung des Fischbestandes.

Amtsbiologe Dr. Thomas Bittl zeigte sich von der Entwicklung insbesondere im Bereich des Turnerstegs beeindruckt: „Die Untersuchungen, bestätigen den ersten Eindruck: Dort, wo sich der Fluss durch die Renaturierungen in den letzten Jahren selbst entwickeln konnte, können wir schon nach kurzer Zeit feststellen, dass sich die biologische Vielfalt erhöht hat.“ freut sich Bittl. Die Ergebnisse seien ein neuer Ansporn für seine Kollegen von der Technik im Wasserwirtschaftsamt, die Mangfall beim Hochwasserschutz auch als Lebensraum für Mensch und Tier weiter zu entwickeln.

Der Vertreter des Bayerischen Umweltministeriums, Dr. Andreas Kolbinger wies darauf hin, dass aktuelle Entwicklungen im europäischen und nationalen Recht der Biologie eine entscheidende Rolle für die Beurteilung der Gewässerqualität zuweisen. Umso wichtiger sei es für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse, dass die Untersuchungen nach einheitlichen Standards durchgeführt würden. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Qualitätssicherung statt und trägt entscheidend dazu bei, belastbare Daten für die Beurteilung der Gewässer zu erzielen. Die Fachkollegen aus Thüringen nahmen im Rahmen einer Kooperation erstmals an der Veranstaltung teil.

Pressemitteilung Wasserwirtschaftsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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