Zum Glück niemand verletzt

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Kaum jemand hat verstanden, warum der Radweg plötzlich aufhört. Jetzt ist ein Auto über die Insel "gebrettert". Die Stadt plant, den Radweg wieder zu komplettieren.

Rosenheim - Schon kurz nachdem die Stadt im September eine neue Mittelinsel in der Aisinger Straße gebaut hatte, gab es warnende Stimmen. Jetzt hat es den ersten Unfall gegeben.

Nicht zuletzt CSU-Stadträtin Margarete Fischbacher warnte zweimal in Ausschusssitzungen des Stadtrats: "Das ist gefährlich." Das Tiefbauamt versprach, rasch etwas zu ändern.

Bei der Polizei ist von einem Unfall nichts bekannt. Aber die Insel weist deutliche Schäden auf. Jemand habe sie regelrecht flachgebügelt, weiß Tiefbauamtschef Hans-Joachim Stein.

Die Verkehrsinsel in der Aisinger Straße auf Höhe der Mühlen-/Asamstraße soll zur Beruhigung des Verkehrs beitragen. Solche Verkehrsinseln waren den Aisinger und Panger Bürgern im Zusammenhang mit dem Neubau der Straße Panorama-Schwaig versprochen worden, damit der Verkehr sich wirklich auf die neue Straße verlagert. Doch die Art und Weise, wie die Insel gebaut wurde, erstaunte viele: Der Radweg hört plötzlich auf. Das hat zur Folge, dass Radfahrer dort von Autofahrern regelrecht ausgebremst werden.

Gleich von Beginn an gab es Beschwerden. Nicht nur im Stadtrat, auch in den kürzlich abgehaltenen Bürgerversammlungen, forderten diejenigen, die die Straße und vor allem den Radweg nutzen, Änderungen.

Hans-Joachim Stein erklärte schon auf die wiederholte Beschwerde von Margarete Fischbacher, man werde versuchen, den Radfahrstreifen wieder einzuführen. Der durchgehende Radweg zwischen Aising und der Panorama-Kreuzung wurde an dieser Stelle unterbrochen, weil für eine Mittelinsel und einen Radweg unter den bisherigen Umständen zu wenig Platz ist.

Das Tiefbauamt legt heute dem Verkehrsausschuss des Stadtrats die Unterlagen für die geplante Änderung vor. Der Vorschlag umfasst die Verlagerung des Gehwegs nach außen, auf städtischen Grund. So ließe sich die Lücke im Radweg wieder schließen. Die Insel bleibt da, wo sie ist.

Viele fragen sich, warum die Stadt diesen Bereich nicht auf diese Weise gestaltet hat.

lb/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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