Graf besuchte AWO-Integrations-Kindergarten

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Angelika Graf besuchte den AWO-Integrations-Kindergarten in Happing, um sich vor Ort über die Fördermöglichkeiten zu informieren.

Rosenheim - Im März wurde bekannt, dass der AWO-Integrations-Kindergarten in Happing zusätzliche Fördermittel erhält. Bundestagsabgeordnete Angelika Graf besuchte den Kindergarten nun.

„Viele Kinder, die heute in den Kindergarten kommen, haben sehr unterschiedliche Defizite. Oft haben sie nicht gelernt, sich altersgemäß zu bewegen, haben wenig Selbstbewusstsein und Ich-Stärke und können auch normale Alltagsfertigkeiten nicht vorweisen“. So beschreibt Silvia Zang, die Leiterin des Happinger Kindergartens, im Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Angelika Graf die Probleme, mit denen sie und ihre Kolleginnen bei der verantwortungsvollen Arbeit als Erzieherinnen bzw. Kinderpflegerinnen zu kämpfen haben.

Dazu komme häufig – und beileibe nicht nur bei Migrantenkindern – die fehlende altersgemäße Sprachentwicklung. Die Anerkennung der Sprache als Kommunikationsmittel gehe im Zeitalter des Fernsehens und des Internets zunehmend verloren. „Und vom Fernseher lernt kein Kind die Sprache“, so Zang.

Angelika Graf besuchte den Kindergarten, der für die nächsten drei Jahre vom Bundesfamilienministerium mit 25.000 Euro jährlich gefördert wird, um mit einer zusätzlichen Fachkraft in 19,25 Wochenstunden diesen Defiziten individuell entgegenzuwirken. „Ich begrüße diese Möglichkeit sehr. Bei einer Gruppengröße von bis zu 25 Kindern bleibt sonst viel zu wenig Zeit für Kinder, die Förderungsbedarf haben.“ meint Angelika Graf. „Für besonders wichtig halte ich den Ansatz des Kindergartens, sich dabei nicht nur der Kinder, sondern auch der Eltern anzunehmen“, so Graf. Elternbildung werde auf die Dauer eines der wichtigsten Themen in der Familienpolitik werden und müsse öffentlich gefördert werden. Viele Eltern hätten heute selbst Defizite und müssen erst lernen, mit ihren Kindern zu spielen, sie zur Bewegung anzuleiten und eine altersgemäße freie Entwicklung der Kinder zu unterstützen, betont die Abgeordnete.

Graf begrüßt, dass die Sprachvermittlung im AWO-Kindergarten sich sehr am Alltag der Kinder orientiert. Jede Tätigkeit wird sprachlich von den Erzieherinnen begleitet. „Wenn dann im Rahmen einer solchen Unterstützung des Kindes im Kindergarten auch die Mama deutsch lernt bzw. lernt, sich auszudrücken, ist beiden Seiten geholfen. Ich gratuliere dem Happinger AWO-Kindergarten zur Förderung“, so Graf.

Pressemitteilung Angelika Graf

Quelle: rosenheim24.de

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