Graf: SPD lehnt Vorkasse-Modell ab

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Rosenheim - Die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Graf erteilt dem von der FDP geplanten Vorkasse-Modell eine klare Absage. Der Entwurf gehe deutlich auf Kosten der Versicherten, sagt sie.

Zu den Vorschlägen des FDP-Positionspapiers für ein anstehendes Versorgungsgesetz erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, Angelika Graf MdB: "Modellversuche mit Kostenerstattung in unterversorgten Gebieten verbessern nicht die Versorgung der Patienten. Vorkasse bedeutet in der Praxis, dass die Versicherten auf einem großen Teil der Kosten sitzen bleiben. Der FDP geht es nicht um eine bessere Versorgung, sondern nur um zusätzliche Einnahmen für Ärzte – auf Kosten der Versicherten."

Die Vorschläge für die sogenannten Modellversuche zeigten klar und deutlich, dass die FDP die Vorkasse schrittweise flächendeckend einführen will. Bereits mit der Gesundheitsreform wurde die Vorkasse mit Zustimmung der CSU ausgeweitet. Jetzt soll offenbar der nächste Schritt folgen. Dabei hat die Vorkasse nicht nur eine erhebliche Mehrbelastung der Versicherten zur Folge. Sie macht das Gesundheitswesen insgesamt teurer – das beweisen auch die Erfahrungen der Privaten Krankenversicherung mit der Kostenerstattung.

Nachdem die CSU bereits der schrittweisen Einführung von Kopfpauschalen, weniger Netto vom Brutto durch höhere Krankenkassenbeiträge und zahlreichen Lobby-Geschenken für die Private Krankenversicherung zugestimmt hat, muss sie jetzt beweisen, dass zumindest noch ein bisschen sozialpolitische Verantwortung in ihr steckt. Sie muss weiteren Ausweitungen der Vorkasse eine klare Absage erteilen und – anders als bisher – dann auch zu diesem Wort stehen.

Pressemitteilung SPD-Landesgruppe Bayern

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Stadt Rosenheim

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