Graf lobt Engagement gegen Rechts

Rosenheim - „Gesicht zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen Rechts“ konnte – das wurde bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung sehr deutlich – auf ein bewegtes Jahr zurückblicken.

Die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, die Bundestagsabgeordnete Angelika Graf, konnte in ihrem Rechenschaftsbericht bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung darauf verweisen, dass zahlreiche Projekte an Rosenheimer und Raublinger Schulen unterstützt werden konnten. Meist ging es hierbei um die  Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit. Auch eine Lehrerfortbildung für den Umgang mit rechtsextremistischem Gedankengut in der Schule konnte in Zusammenarbeit mit der Rosenheimer GEW organisiert werden. Daneben wurden der Öffentlichkeit im vergangenen Jahr auch Veranstaltungen angeboten, die sich mit den Hintergründen der Attraktivität rechtsextremistischen Gedankengutes und deren Strukturen im heutigen Deutschland auseinandersetzten. Besonders glücklich sei der Verein gewesen, den international anerkannten Journalisten Holger Kulick Anfang Mai nach Rosenheim eingeladen zu haben. Angelika Graf hob die sehr gute Kooperation mit der bayerischen Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Rosenheimer Stadtjugendring bei dieser Veranstaltung ausdrücklich hervor.

Wie schon bei der Wanderung in Aschau Mitte Mai widmeten sich die Mitglieder des Vereins „Gesicht zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen rechts“ unter der fachkundigen Führung von Maria Anna Willer dem Thema „Zwangsarbeiter in unserer Region“. Konrad Schinkinger aus Pfraundorf stellte die Ausstellung „Spuren…“ vor, in der sich der Bund Naturschutz in Raubling kritisch mit der Industriegeschichte der Raublinger Ortsteile Pfraundorf und Redenfelden auseinandersetzte. Die Ausstellung war nach wenigen Tagen aus dem Raublinger Rathaus entfernt worden, nachdem im Vorfeld bereits „Korrekturen“ an den Ausstellungstafeln vorgenommen worden waren. Thema der Ausstellung war unter anderem die Beschäftigung von russischen und französischen Zwangsarbeitern während der Kriegszeit in der damaligen Aschaffenburger Zellstofffabrik gewesen. An den Vortrag von Schinkinger schloss sich eine engagierte Diskussion über die Hintergründe des Wegdrückens und Vertuschens von Vorgängen, die nun bald 70 Jahre zurückliegen an. Dabei – da waren sich alle einig – tut Aufklärung nach wie vor Not. Die Ausstellung ist im Internet auf der Seite des Bund Naturschutz Raubling zu besichtigen.

Pressemitteilung Gesicht zeigen -Rosenheimer Bündnis gegen Rechts e. V

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser