Haus für einen "Mord" vermietet

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Für Dreharbeiten der Rosenheim-Cops haben Herbert Blechschmidt (links) und seine Frau Clarissa ihr Haus zur Verfügung gestellt. Die Fernseh-Kommissare Joseph Hannesschläger (vorne) und Igor Jeftic (Dritter von links) ließen sich in einer Drehpause mit dem sechsjähhrigen Bruno Blechschmidt fotografieren.

Rosenheim - Familie Blechschmidt hat viel erlebt in den letzten Tagen: In ihrem Haus wurde eine Folge der "Rosenheim Cops" gedreht. Einen "Mord" gab's oben drauf!

Unter einem Dach mit fast 50 Filmmitarbeitern, darunter sechs Schauspieler, die ständig ein- und ausgehen - und dazu noch ein "Mordfall" in den eigenen vier Wänden: Die Familie Blechschmidt erlebte in den letzten Tagen Außergewöhnliches, denn in ihrem Wohnhaus in der Pfandlstraße wurde für die ZDF-Serie "Rosenheim-Cops" gedreht.

Die Räumlichkeiten hat Architekt Herbert Blechschmidt selbst entworfen. Sein Haus als Drehort - dafür war er schnell zu begeistern. Für seine Familie sei es spannend gewesen, wie eine solche Aufzeichnung abläuft.

Szenenbildnerin und Ausstatterin Regina Deutsch hatte das Gebäude ausgewählt. Sie ist für die Drehorte der Vorabend-Krimiserie zuständig. Auf das Haus ist sie über die "Architektouren" gestoßen, eine "Leistungsschau" der bayerischen Architektenkammer Ende Juni. Im Oberbayerischen Volksblatt wurde das Haus damals in diesem Zusammenhang vorgestellt. Das Gebäude sei mit seiner Geräumigkeit und den Galerien wie geschaffen für den "Dreh", erklärte Deutsch. Zudem sei Blechschmidt durch die Öffnung des Hauses für die "Architektouren" schon Menschenmengen in seinen Wohnräumen gewohnt, denn auch dabei streifen ja wildfremde Leute durchs Haus.

Regisseur Gunter Krää zeigte sich mit der Auswahl seiner Szenenbildnerin zufrieden. Hier ließen sich die Kamerafahrten gut bewerkstelligen. "Die Räumlichkeiten passen einfach zu unserer Geschichte", fand Krää.

Blechschmidts Büro diente als Drehort für das Heimbüro einer Kosmetik-Unternehmerin. In der Serie findet diese ihren Ehemann im Haus tot auf. Den Fall aufklären werden - natürlich - die Rosenheim-Cops.

Das Eintreffen der Komissare am Tatort wurde ebenfalls bei der Familie Blechschmidt gedreht - in ihrer Küche. Gestern lag also plötzlich eine "Leiche" im Haus, berichtet Clarissa Blechschmidt. Mordkomission und Leichenwagen waren da, alles eingefangen von den Kameras. "Gut, dass unser Sohn Bruno zu der Zeit in der Schule war", meinte die Hausherrin. Für den Sechsjährigen wäre der Anblick wohl nichts gewesen.

Regisseur Krää und sein Team fühlten sich aufgrund der positiven Stimmung bei der Familie wohl, obwohl es dort während der Dreharbeiten keinesfalls wohnlich war. Das Gebäude war vollgestellt mit Scheinwerfern, Fernsehmonitoren und Kameras. Auf dem Pakettboden lagen Teppiche der Produktionsfirma, um das Holz zu schützen.

Die drei Drehtage liefern Stoff für etwa 15 Minuten Film. Bis zur Ausstrahlung sind die vielen Lastwagen vor dem Haus längst wieder weg. Der "Wanderzirkus", wie Deutsch die Filmcrew nennt, ist weitergezogen. Im Frühjahr wird die Folge im Fernsehen zu sehen sein. Zwei aufmerksame Zuschauer sind dem Sender jetzt schon sicher - Clarissa und Herbert Blechschmidt.

rfe/Oberbayeriches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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