Bieslern und Falschparkern geht's an den Kragen

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Die Anlieger des Klosterwegs sind besonders betroffen, wenn während des Herbsfestes die "wilden Biesler" unterwegs sind.

Rosenheim - Biesler im Vorgarten, Erbrochenes vor der Haustür, zugeparkte Einfahrten: Die Beschwerden der Herbstfest-Anlieger hatten dermaßen zugenommen, dass dringend Abhilfe geschaffen werden musste.

Jetzt hat die Stadt einen Maßnahmekatalog vorgelegt. Als nach längerem Anlauf im Januar endlich eine Versammlung für die Betroffenen zustande gekommen war, wurde nämlich deutlich: So kann es nicht weitergehen. Rund 70 Anlieger schilderten anschaulich, dass sie nichts gegen das Herbstfest haben, sehr wohl aber gegen die unappetitlichen Begleitumstände.

Beim nächsten Herbstfest soll es erhebliche Verbesserungen geben. Die Verkehrsüberwacher werden länger im Einsatz sein. Bisher machten sie um 18 Uhr Feierabend, wenn sich die Wiesn gerade so richtig füllt. Autofahrer, die aus Bequemlichkeit Hofeinfahrten und Garagen zuparkten, mussten also kaum mit einem Strafzettel rechnen. Geplant ist, die Bereiche rings um die Loretowiese während der Wiesn bis 20 Uhr überwachen zu lassen - wenn sich das Personal dazu bereit erklärt, sogar bis 21 Uhr.

Die Anlieger erhalten die Telefonnummer eines zentralen Ansprechpartners im Rathaus, der sich um alle behördlichen Belange rund um das Thema Herbstfest kümmert, die Beschwerden entweder selber bearbeitet oder weiterleitet. Dieses Telefon für Bürgeranliegen wird während der Wiesn montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr besetzt. Abends und am Wochenende nimmt die Herbstfestleitung des Wirtschaftlichen Verbandes täglich von 8 Uhr morgens bis halb zwölf Uhr in der Nacht die Anrufe entgegen.

Mehr Toiletten auf der Loretowiese und außerhalb

Die "wilden Biesler" stellen eines der größten Ärgernisse dar. Der Wirtschaftliche Verband wird die WC-Anlage an der sogenannten Kindergasse vergrößern und alle bestehenden WC-Anlagen auf dem Festgelände besser ausschildern. Auch die Anlagen außerhalb der Loretowiese sollen deutlicher beschildert werden. Zudem plant die Stadt, zwei weitere Toilettenwagen im Wiesn-Umfeld aufzustellen, voraussichtlich im Bereich des Salzstadels und der Herbststraße. Auch am "Hamberger-Parkplatz" an der Rechenauerstraße soll über den Betreiber versucht werden, ein weiteres WC für Wiesnbesucher zu stationieren.

Den Stadträten im Haupt- und Finanzausschuss war klar: Toiletten werden nur angenommen, wenn sie direkt am Weg der Besucher liegen. Müssen angeheiterte Herbstfestgäste erst einen Umweg ins Abseits machen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich in die Büsche schlagen oder doch wieder in einem Vorgarten ihr Geschäft erledigen.

Es wäre am einfachsten, meinte Robert Metzger von der SPD, wie früher die Omnibus-Haltestellen während des Herbstfestes direkt an der Ebersberger Straße einzurichten. Dann bräuchten die Herbstfestbesucher erst gar nicht zu Fuß durch die Innenstadt zu ziehen, um zur zentralen Bushaltestelle in der Stollstraße zu gelangen. Diese Möglichkeit wird überprüft. "Dann muss dort bei den Bushaltestellen aber auch eine Toilette hin", forderte die Oberbürgermeisterin.

Was die Reinigung außerhalb des Festgeländes angeht, bietet der städtische Bauhof an, private Vorgärten im weiteren Wiesnumfeld zu reinigen, wenn die Grundstückseigentümer herbstfestbedingte starke Verschmutzungen feststellen.

Offen ist noch die Frage, ob und wo in den Straßen um die Loretowiese herum Halteverbotsregelungen ausgedehnt oder geändert werden sollten. Darüber berichtet die Verwaltung in der nächsten Verkehrsausschusssitzung. Auf jeden Fall müsse es weiterhin möglich sein, in der Nähe kurz anzuhalten und Herbstfestbesucher ein- oder aussteigen zu lassen, forderte CSU-Stadtrat Dr. Wolfgang Bergmüller.

Das Fazit der Oberbürgermeisterin: "Was wir auf keinen Fall wollen, ist, dass die Stimmung kippt und das Herbstfest von der Loretowiese wegziehen muss."

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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