Rosenheimer spenden für 946 blinde Menschen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Rosenheim - Mit Hilfe der Spenden aus der Region können Blinde in den Entwicklungsländern operiert werden. Spezielle Linsen geben ihnen bei einem Grauen Star ihr Augenlicht zurück.

Spendenfreudig und hilfsbereit zeigen sich die Einwohner von Rosenheim, wenn es darum geht, blinden Menschen in Entwicklungsländern zu helfen. Wie die Christoffel-Blindenmission (CBM) mitteilt, erhielt sie im vergangenen Jahr von 364 Rosenheimer Bürgern insgesamt 28.372 Euro an Spenden. Umgerechnet in Operationen am Grauen Star kann mit dem Geld durchschnittlich 946 Menschen in Asien, Afrika oder Lateinamerika geholfen werden. Die Hälfte der weltweit 39 Millionen blinden Menschen leidet am Grauen Star. Eine Operation, die durchschnittlich 15 Minuten dauert, macht Betroffene wieder sehend.

So, wie die Kinder von Pastor Titus Oyerinde aus Nigeria: Die beiden Jungen im Alter von sieben und fünf Jahren sind einen Tag lang mit ihren Eltern unterwegs, um den Arzt zu erreichen. Dr. Abu untersucht sie und stellt fest, dass sie Grauen Star haben. Schon am Tag darauf operiert Dr. Abu und ersetzt die getrübten Augenlinsen durch künstliche Linsen. Schon am Tag danach können die beiden Jungen sehen. Sie freuen sich schon darauf, zuhause mit den anderen Kindern Fußball zu spielen und in der Schule nicht mehr geärgert zu werden. Pastor Titus Oyerinde bedankt sich tief bewegt bei Dr. Abu für das Augenlicht seiner Kinder: „Ich bete dafür, dass sie noch vielen Menschen wie uns helfen können. Es gibt hier so viele, die eine Sehbehinderung haben und sich eine Behandlung nicht leisten können.“

In den CBM-geförderten Augenkrankenhäusern geschieht es oft, dass bereits mehrere Jahre am Grauen Star erblindete Menschen, erstmals erfahren, dass ihnen eine Operation helfen kann. Die Kosten einer Operation betragen in den Projekten der CBM im Durchschnitt nur 30 Euro, bei Kindern wegen der benötigten Vollnarkose rund 125 Euro. Doch das sind Beträge, die sich trotzdem viele nicht leisten können.

Die Situation in Entwicklungsländern ist noch immer dramatisch. In Deutschland werden Patienten in der Regel vor der Erblindung operiert. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas fehlt es aber neben dem Geld auch an Krankenhäusern und Augenärzten. Statistisch gesehen muss in Afrika ein Augenarzt eine Million Menschen versorgen. Dieses Verhältnis auf Deutschland übertragen würde bedeuten, dass es bundesweit nur 82 Augenärzte gäbe.

Insgesamt fördert die CBM in 99 Ländern rund 900 Projekte. Im vergangenen Jahr wurde durch die Unterstützung der CBM-Spender die 10-millionste Operationen am Grauen Star in einem CBM-geförderten Projekt ermöglicht.

Vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (dzi) wird die christliche Entwicklungshilfeorganisation zu den anerkannten und empfohlenen Spendenwerken gezählt. Daher unterstützen die deutschen Lions auch schon seit vielen Jahren die CBM. Mehr Informationen bei der Christoffel-Blindenmission.

Pressemitteilung Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser