Hilfe für Japan: Bereits 17.000 Euro eingegangen

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Lisa und Laura Schiebel beim Verkauf der Kekse, die sie gebacken haben, um Kindern in Japan zu helfen.

Rosenheim - Vor knapp einem Monat richtete der Förderverein Städtepartnerstadt ein Hilfskonto für Japan ein. Innerhalb dieser Zeit sind rund 17.000 Euro eingegangen.

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Erst zu diesem Zeitpunkt hatte die Rosenheimer Partnerstadt Ichikawa nach langem Zögern um finanzielle Hilfe nach der Erdbebenkatastrophe und dem Tsunami vom 11. März gebeten. „Wir sind ungemein dankbar dafür, dass unsere Freunde uns helfen, die Not zu lindern“, sagt Dolmetscher Gaku Ishii.

In der Rosenheimer Partnerstadt Ichikawa selbst sind die Schäden im Vergleich zu anderen Regionen gering, doch in der Nachbarstadt Urayasu wird Hilfe benötigt, und auch an anderen Stellen im Land möchte Ichikawa helfen. Im Juni wird der ehemalige Bürgermeister Chiba nach Rosenheim kommen, um konkrete Hilfsmaßnahmen zu besprechen. Der Vorstand des Fördervereins freut sich über die Spendenbereitschaft der Bürger und hofft, dass diese Bereitschaft nicht nachlässt, denn in den betroffenen Gebieten herrscht nach wie vor große Not bei den Menschen, die Angehörige, oft jegliches Andenken an sie sowie Hab und Gut verloren haben.

Einige Aktionen zur Geldbeschaffung haben besondere Aufmerksamkeit erregt, wie die von Laura und Lisa Schiebel aus Bad Endorf. Die beiden neun und sieben Jahre alten Schwestern teilten dem Verein mit: "Die schrecklichen Bilder von dem Tsuanami in Japan in den Nachrichten haben uns zum Nachdenken gebracht. Vor allem die Kinder taten uns leid. Wir wollen etwas für sie tun". Also haben sie 300 Osterkekse gebacken, die sie in 60 Tütchen füllten und am Palmsonntag nach dem Gottesdienst verkauften. Die meisten Käufer spendeten auch noch etwas. Schließlich kamen 141 Euro zusammen. Die Ergo-Lebensversicherung veranstaltete ein Benefizfußballturnier in der Luitpoldhalle zugunsten der Japanhilfe. Die Veranstalter übergaben dem Verein schließlich 850 Euro. Franz Weiland hofft als Vorsitzender des Vereins Städtepartnerschaft auf viele Nachahmer: "Wir können garantieren, dass jeder Euro direkt für die Katastrophenhilfe in Japan verwendet wird."

Schülerinnen der Mädchenrealschule sind derzeit dabei, Anstecker herzustellen mit dem Logo der Aktion "Freunde helfen Freunden" Diese wollen sie in der Stadt verkaufen und die Einnahmen spenden. Ende Juli soll im Konzertsaal der Musikschule eine Veranstaltung stattfinden, bei der ein japanischer Frauenchor auftritt, zudem ist der Auftritt von Trommlerinnen geplant. Der Erlös all dieser Aktionen wird gespendet.

Das Spendenkonto lautet: Förderverein Städtepartnerschaft Ichikawa-Rosenheim, Kontonummer 20036505, Bankleitzahl 71150000, Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling. Für Spenden bis 200 Euro ist der Kontoauszug als Nachweis ausreichend.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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